Echte Familienliebe:
Rapper Denyo
im Interview

Liebe und Leidenschaft – das ist es, was Dennis Lisk alias Denyo Zeit seines Lebens antreibt. Sei es als Rapper mit den Beginnern, wo er an der Seite von Jan Delay und DJ Mad seit über 30 Jahren deutschen HipHop mitgestaltet, oder auch solo wie im Titelstück unserer „Schütze, was du liebst“-Kampagne. Wir haben mit dem HipHop-Veteran über sein inneres Kind, die Wichtigkeit von Familie und neue Projekte gesprochen.

Bildcredits: © Dennis Lisk

Echte Familienliebe:
Rapper Denyo im Interview

Liebe und Leidenschaft – das ist es, was Dennis Lisk alias Denyo Zeit seines Lebens antreibt. Sei es als Rapper mit den Beginnern, wo er an der Seite von Jan Delay und DJ Mad seit über 30 Jahren deutschen HipHop mitgestaltet, oder auch solo wie im Titelstück unserer „Schütze, was du liebst“-Kampagne. Wir haben mit dem HipHop-Veteran über sein inneres Kind, die Wichtigkeit von Familie und neue Projekte gesprochen.

Bildcredits: © Dennis Lisk

Mit seiner Band den Beginnern gehört Denyo zu den Architekten der hiesigen HipHop-Szene, die ohne leidenschaftliche Rap-Pioniere wie ihn heute eine andere wäre. Mit ihrem Album „Bambule“ haben die Beginner 1998 den ersten Deutschrap-Boom ausgelöst, in der Folge mehrere Nummer-1-Alben veröffentlicht und Denyo hat zudem auch solo immer wieder neue kreative Akzente gesetzt – wie beim Titelstück zu unserer Kampagne „Schütze, was du liebst“. Derzeit arbeitet der gebürtige Hamburger intensiv an neuen wegweisenden Projekten. Wir haben mit dem Rapper über Freude, Faszination und Familie gesprochen.

Du scheinst ein totaler Familienmensch zu sein. War das immer schon so?

Ja, für mich gibt es nichts Wichtigeres. Mein Vater ist gestorben, als ich noch sehr jung war. Umso mehr versuche ich nun für meine Kinder da zu sein.

Wie gut bekommst du den Familienalltag gestemmt?

Das klappt so reibungslos, wie es auf Instagram aussieht. (grinst) Wir sind eine liebende Familie, die sich viel Mühe gibt, aber auch wir kommen hier und da an unsere Grenzen. Auf Instagram sieht man das natürlich nicht.

Was bedeutet Familie für dich?

Liebe, Anerkennung, Offenheit, Akzeptanz – und zwar bedingungslos. Es gibt keine Erwartungen. Das hat man in unserer heutigen Gesellschaft, wenn überhaupt, nur noch innerhalb der Familie.

Wie schafft man es, insbesondere als Vater, seine Liebsten vor Unheil zu schützen?

Das ist stets ein Balanceakt. Ich liebe es, Vater zu sein. Aber sobald du erfährst, dass deine Frau schwanger ist, fangen aller Vorfreude zum Trotz, auch die Sorgen an. Weil du weißt, wie schnell sich alles ändern kann – von wunderschön zu absolut tragisch. Du musst nur ein einziges Mal nicht aufgepasst haben.

Wie gehst du mit diesen Sorgen um?

Indem ich einerseits ein Setup schaffe, bei dem die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert, sehr gering ist. Andererseits sorge ich aber dafür, dass meine Kinder frei genug sind, um sich gesund entwickeln zu können. Nur so können sie ein erfüllendes, abenteuerreiches und selbstbestimmtes Leben führen.

Im Song „WrkHrd“ von deinem Album „Derbe“ sagst du, dass du down seist mit deinem inneren Kind. Wie viel Kind sein ermöglicht dir dein Alltag noch?

Ich hatte eine Phase, in der ich ein bisschen desillusioniert war und das Gefühl hatte, mein Leben bestehe nur noch aus Windeln wechseln und der nächsten Steuererklärung. Meine Kreativität blieb auf der Strecke. Man muss aufpassen, dass man sich zwischen all den Anforderungen nicht selbst verliert.

Was genau meinst du, wenn du von deinem inneren Kind sprichst?

Das innere Kind ist eine Metapher für Intuition, Leidenschaft, Mut, Risikobereitschaft und das Vertrauen, dass das, was man selbst machen möchte, genau richtig ist. Ich mag es, wenn Menschen ihrer inneren Eingebung folgen – auch gegen Widerstände von außen hinweg.

Du bist nicht nur Rapper, sondern hast auch andere berufliche Standbeine. Welche sind das?

Mein aktuelles Herzensprojekt ist The District VR – eine Verknüpfung der Blockchain-Technologie mit Virtual Reality. Es geht darum, einen sicheren, virtuellen und dreidimensionalen Raum zu schaffen, in dem man sich wie in der echten Welt bewegen kann und der seinen Nutzern verschiedene Möglichkeiten bietet.

In The District VR könnten wir durchs virtuelle Kreuzberg laufen und in einen Club gehen, in dem ein echter DJ auflegt. Wir könnten uns aber auch virtuell in einem Showroom treffen, damit ich dir eine Präsentation zeige. Das könnte als Artist oder Label zum Beispiel eine Albumvorstellung oder als Podcaster ein “VR-TV-Format“ sein. Jay-Z und Beyoncé könnten in The District VR aber auch einen Showcase spielen, dem Leute aus aller Welt beiwohnen könnten. Das ersetzt natürlich nicht das echte Konzerterlebnis, aber wenn die beiden ansonsten gerade nur in den Staaten unterwegs wären, man selbst jedoch gerade in Berlin sitzt, dann wäre das vielleicht eine ganz geile Alternative, weil man eben nicht erst zehn Stunden dahinfliegen, mehrere hundert Euro dafür ausgeben und die CO2-Bilanz unnötig in die Höhe treiben muss. Derzeit steckt diese Technologie noch in den Kinderschuhen, aber in nicht allzu ferner Zukunft soll The District VR marktfähig sein.

Bedeutet dein Engagement für The District VR nun, das man weniger Musik von dir zu hören bekommen wird?

Ja. Jetzt muss The District VR erstmal anlaufen, bevor ich mich gedanklich wieder anderen Dingen widmen kann. Ich hoffe aber sehr, dass wir mit den Beginnern nochmal zusammenkommen und neue Musik machen. Irgendwann.

Über die Autorin

Sabrina Hamm

Seit 2006 bei CosmosDirekt. Hat nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau ein berufsintegriertes BWL-Studium absolviert und ist nun als Online Marketing Managerin für Suchmaschinenmarketing zuständig.

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