Echte Autoliebe: Kollege völlig vernarrt in Volvos

Wir bei CosmosDirekt lieben Autos – auch privat. Unser Kollege Robert Kreilaus etwa sammelt klassische und ungewöhnliche Volvos. Porträt eines Petrolhead.

Echte Autoliebe: Kollege völlig vernarrt in Volvos

Wir bei CosmosDirekt lieben Autos – auch privat. Unser Kollege Robert Kreilaus etwa sammelt klassische und ungewöhnliche Volvos. Porträt eines Petrolhead.

Echte Autoliebe: Dieser Kollege ist völlig vernarrt in Volvos

Es gibt Menschen, für die sind Autos einfach nur praktisch: um von A nach B zu kommen oder um den Wochenendeinkauf zu transportieren. Und dann gibt es Menschen wie unseren Kollegen Robert Kreilaus. Vor vielen Jahren hat ihn die Leidenschaft für Autos gepackt. Alte und ungewöhnliche Volvos haben es ihm besonders angetan. Das Porträt eines „Petrolheads“, der sich bei Motorbränden auch schon einmal mit Apfelschorle zu helfen weiß.

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Ein Audi Coupé war Roberts erste Autoliebe

Das erste eigene Auto – für manchen ist das ja ein bisschen wie mit der ersten Liebe. Wobei es bei unserem Kollegen erst bei Nummer zwei so richtig gefunkt hat. „Mein erstes Auto, das ich mir gekauft habe, war ein VW Passat mit 55 PS. Somit war der Kauf in Richtung meiner Eltern direkt legitimiert – ein vernünftiges Auto für einen Fahranfänger“, berichtet Robert. Doch kurz darauf sah er bei einem Autohändler ein Audi Coupé mit 130 PS stehen – und es hat „zoom“ gemacht. „Nach einer kurzen und berauschenden Probefahrt war für mich klar, mit dem Passat würde ich ab jetzt nicht mehr glücklich sein können.“

Roberts Ehrgeiz war gepackt: Nach einer mehrstündigen Verhandlung ließ sich der Händler auf einen Deal ein und tauschte den Passat gegen den Audi. Robert schmunzelt: „Das Tolle dabei: Jeder von uns hatte wohl das Gefühl, ein gutes Geschäft gemacht zu haben.“ Auch wenn er sich vor einiger Zeit vom Audi verabschieden musste, treibt ihm bis heute der „kernige Klang des Fünf-Zylinder-Motors“ wohlige Schauer über den Rücken, wenn er ihn auf der Straße hört.

Im Volvo C202 über 3.000 Kilometer von Nordschweden ins Saarland

Ein paar Jahre später entflammte Roberts Leidenschaft für Volvos, vor allem für ältere und besondere Modelle. Ein Highlight seiner Sammlung: ein Volvo C202. Dabei handelt es sich um einen Geländewagen, „der im Grunde in den 60er Jahren für das schwedische Militär konstruiert wurde“, erzählt Robert. Wegen seines niedlichen Aussehens werde der C202 von Fans auch liebevoll „Valp“ (schwedisch für „Welpe“) oder „Puppy“ genannt.

Robert fand seinen „Welpen“ über einen schwedischen Anzeigenmarkt im Internet. Eingestellt hatte den Geländewagen die Feuerwehr von Arjeplog in Nordschweden (Lappland). Robert musste schriftlich ein Angebot einreichen – und zwei Wochen geduldig warten. Dann kam endlich die Nachricht: Robert war der Höchstbietende, die „Perle“ gehörte ihm. „Direkt stellte sich dieses Gefühl in der Bauchgegend ein, eine Mischung aus ‚Oh Wahnsinn, wie geil‘ und ‚Oh je, jetzt hast du den Salat‘.“ Denn eines war Robert klar: Das Auto wollte er selbst aus Arjeplog abholen und die knapp 3.500 Kilometer bis ins Saarland überführen.

Zusammen mit einem Freund ging es per Flugzeug von Frankfurt über Stockholm nach Lulea, die restlichen 240 Kilometer legten die beiden im Mietwagen zurück. Die Übergabe dauerte nicht lang. Der weitere Plan sah vor, mit schwedischen Ausfuhrkennzeichen nach Hause zu fahren. „Dass diese aus roten Schildern, die mit weißem Edding von Hand beschrieben, bestehen würden, war uns zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht klar“, erinnert sich Robert. „Dies hat in mir, als Kenner der deutschen Kfz-Zulassungsverordnung, ein mulmiges Gefühl verursacht.“ Ein Gefühl, das erst 40 Stunden später nach erfolgreicher Rückkehr allmählich nachließ – und sich in Freude verwandelte.

Lebenslange Verbundenheit – das gilt beim Volvo 245 auch für Schraubenmuttern

In der Schweiz erstand Robert einen anderen Volvo-Klassiker: einen Volvo 245, den typischen Kasten-Kombi der 70er Jahre schlechthin. Doch der Neuling in der Sammlung trieb kurzzeitig Roberts Puls höher als in einem Volvo üblich. Eigentlich seien Autos aus der Schweiz „ein sicherer Kauf“, weiß der Oldtimer-Experte, da die Autos „meist penibel ‚garagiert‘ – für Nicht-Schweizer: ‚werkstattgepflegt‘ – sind und gesittet gefahren werden.“

Robert war gerade auf dem Weg zur Vollabnahme beim TÜV, als das Unglück passierte. „Ich zog auf die Überholspur, um bei leicht regennasser Fahrbahn einen Lkw auf sonst recht freier Autobahn mit etwa 130 Stundenkilometern zu überholen“, berichtet Robert. „Kurz nach dem Wiedereinscheren sackte plötzlich der Volvo hinten links ein, brach direkt nach rechts aus, um dann, nach hektischen Gekurbel am Lenkrad und starkem Bremsen, auf dem Standstreifen zum Stehen zu kommen.“

Was war passiert? Während der Fahrt hatten sich am linken Hinterrad alle fünf Radmuttern gelöst – auf einmal. Das Rad selbst befand sich nach der Vollbremsung tatsächlich noch im Radhaus. Der „Hammer“, betont Robert, war aber, wo sich die Muttern befanden: „Die fünf Radmuttern hatten zu diesem Zeitpunkt schon über 20 Jahre und über 300.000 km den gleichen Weg hinter sich. Da haben sie sich wohl gedacht, dass sie auch weiterhin zusammenbleiben wollen, und sich innerhalb eines Quadratmeters hinter dem Volvo zusammengefunden.“

Lebenslange Verbundenheit – das gilt wohl nicht nur für Volvo-Fahrer und ihre Autos, sondern auch für Schraubenmuttern. Das Rad war schnell wieder montiert, und weiter ging die Fahrt zur TÜV-Prüfung – die der Kombi dann problemlos bestand.

Beim Volvo P1800 half die Apfelschorle nicht nur gegen den Durst

Einige der spannendsten Geschichten berichtet Robert von seinem Volvo P1800 – auch ein Klassiker der Schweden. Und ein „echtes Männer-Auto“, wie Robert zugeben muss. Bekannt wurde der P1800 durch die britische Krimiserie „Simon Templar“, in der das kernige Sport-Coupé zum rasanten Dienstwagen von Hauptdarsteller Roger Moore erkoren wurde (der sich flugs auch privat einen strahlend lindgrünen P1800 zulegte). Der schwedische Sportwagen aus den 60ern ist Kult – und gilt als „ein Musterbeispiel zuverlässiger und langlebiger Autos“, so Robert.

Aber manchmal hat der P1800, den Robert auch gern bei Oldtimer-Treffen präsentiert, einfach zu viel Feuer, wie es scheint. Wie in der folgenden Geschichte: An einem sonnigen Sonntag fuhren Robert und seine Frau in eine Ortschaft ein, „als es unter dem Wagen einen dumpfen und bedrohlichen Knall gab“. Robert hielt sofort am Straßenrand an. „Der Motor lief normal, allerdings zog schwarzer Rauch aus den Fugen der Motorhaube“, erzählt unser Kollege. „Schnell habe ich den Motor gestoppt, bin rausgehechtet und habe die Motorhaube einen Spalt geöffnet.“

Gelbe Flammen züngelten ihm entgegen. Der Feuerlöscher? Robert ärgert sich noch heute: „Den hatte ich in einem anderen Fahrzeug, toll“. Das einzige, was halbwegs taugte: „Ein Sechserpack Apfelschorle, besser als nix.“ Die Flasche wird geschüttelt (nicht gerührt), dann der Inhalt durch den Spalt auf die Flammen gespritzt. Das Feuer erlischt. „Ich hatte ein Riesenglück“, bekennt Robert erleichtert. Denn gebrannt hat lediglich ein Motorlagergummi. Und das hatte nur durch einen unglücklichen Zufall Feuer gefangen.

Die Ursache war schnell gefunden. „Es war die mechanische Benzinpumpe“, so Robert. Die war allerdings nur noch der Optik wegen eingebaut, da die Arbeit schon lange durch eine elektrische Benzinpumpe übernommen wurde. „Eins der beiden Messingröhrchen, mit denen die Pumpe mit dem Benzinschlauch verbunden werden, war aus dem Gehäuse gebrochen. Und so wurde der Sprit im Motorraum verspritzt, der sich dann vermutlich durch den Auspuff oder den Zündverteiler entzündet hat.“ Nachdem der Sprit verpufft war, brannte dann das Gummi weiter.

Ein kleines „Mahnmal“ blieb aber erhalten. „Leider ziert die Motorhaube bis heute eine kleine Lackblase, die durch die Hitze entstanden ist.“ Nachdem Robert die Benzinschläuche wieder mit dem herausgebrochenen Messingröhrchen verbunden hatte, konnten er und seine Frau die Fahrt mit dem P1800 wieder fortsetzen. „Die vergnügliche Stimmung war allerdings auch verpufft“, gesteht er im Gespräch ein.

Doch von kleinen Feuern lässt sich Robert nicht aus der Ruhe bringen. Seine Autoliebe – vor allem die Liebe zu außergewöhnlichen Volvo-Modellen – brennt so heiß wie eh und je. Eine echte Autoliebe.

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Über die Autorin

Alisa Rau

Seit 2019 als Marketing Managerin im Social Media-Team der CosmosDirekt, war zwei Jahre lang neben ihrem Master-Studium in Betriebswirtschaftslehre als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung tätig.

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