Echte Autoliebe:
Wenn es auch
nach fast
900.000 KM
noch Kribbelt

Eines steht fest: Wenn man 26 Jahre lang die Welt in einem Auto bereist, muss einfach Liebe im Spiel sein. Liebe zueinander, zum Planeten, zu Freiheit und Abenteuer und Liebe zum Auto, das
Gunther Holtorf und seine Frau Christine rein rechnerisch 22 Mal um den Globus gebracht hat.

Bildcredits: © Julia Marie Werner

Echte Autoliebe:
Wenn es auch
nach fast
900.000 KM
noch Kribbelt

Eines steht fest: Wenn man 26 Jahre lang die Welt in einem Auto bereist, muss einfach Liebe im
Spiel sein. Liebe zueinander, zum Planeten, zu Freiheit und Abenteuer und Liebe zum Auto, das
Gunther Holtorf und seine Frau Christine rein rechnerisch 22 Mal um den Globus gebracht hat.

Bildcredits: © Julia Marie Werner

„Auf fast 900.000 km wächst man sehr eng mit seinem Auto zusammen.“

Als der damals 51-jährige Gunther Holtorf 1989 mit seiner Mercedes G-Klasse, die von ihm irgendwann den Namen „Otto“ bekam, losfuhr, wollte er eigentlich nur Afrika bereisen und sich all das, was er als ehemaliger Pilot und Airline-Manager aus der Luft schon kannte, noch mal aus der Nähe ansehen. Dass er am Ende 215 Länder bereist haben würde, hätte er sich selbst nicht träumen lassen.

Inklusive Nordkorea, wo Otto bis heute der einzige Wagen ist, dem es erlaubt war, aus dem Westen die Grenze zu überqueren. Für Gunther übrigens der einzige Stopp auf seinen Reisen, bei dem er in einem Hotel geschlafen hat – und da nur auf Anordnung der nordkoreanischen Regierung. Die restlichen Nächte verbrachten Gunther und Christine stets in ihrem Otto.

Bildcredits: © Gunther Holtorf
Bildcredits: © Gunther Holtorf

„Wenn man so lange mit einem Auto unterwegs ist, wächst man damit zusammen und das Auto wächst um einen herum. Es wird zum Familienmitglied."

Kein Wunder, dass Otto für die beiden mehr war als nur ein Auto. Er wurde zum Zuhause und irgendwann zum Familienmitglied. Gunthers Begründung dafür ist so einfach wie eindrucksvoll: „Wenn man so lange mit einem Auto unterwegs ist, wächst man damit zusammen und das Auto wächst um einen herum. Es wird zum Familienmitglied. Für uns war Otto der dritte Teilnehmer, ohne den diese wunderbare Reise voller Freiheit und Abenteuer gar nicht möglich gewesen wäre.“

Und auch wenn sein Otto nun schon seit vielen Jahren im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart steht, meint Gunther, dass der Fahrersitz garantiert immer noch genau seine Passform habe. Wenn das keine echte Autoliebe ist.

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Über den Autor

Stefan Wiedemann

Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei CosmosDirekt von 1989 bis 1991 gemacht. Arbeitet seit 1994 als Online-Redakteur für die Webseite. Hobbies: Fitness, Kreuzfahrten und Autos.

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