Elektromobilität:
Extras und Boni für E-Autos

Stromer und Plug-in-Hybride genießen viele Vorteile, etwa kostenfreies Parken oder Ausnahmen für die Busspur. Dazu kommen weitere Privilegien.

Bildcredits: © Ernest Ojeh – Unsplash

Elektromobilität:
Extras und Boni für E-Autos

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Stromer und Plug-in-Hybride genießen viele Vorteile, etwa kostenfreies Parken oder Ausnahmen für die Busspur. Dazu kommen weitere Privilegien.

Elektromobilität: Extras für Elektroautos

Stromer-Fahrer*innen genießen viele Vorteile: Sie zahlen geringere Parkgebühren, dürfen die Busspur benutzen oder erhalten steuerliche Extras. Wir erklären, welche Sonderregelungen gelten.
Elektromobilität boomt. Im vergangenen Jahr wurden 194.000 reine Stromer neu zugelassen. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr und erneut ein Rekordwert. Dazu kommen noch rund 200.000 Plug-in-Hybride, die zumindest zeitweise elektrisch fahren können.


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Förderung von bis zu 9.000 Euro für ein E-Auto

Ein Grund dafür ist die erhöhte Kaufprämie für Stromer. Bis zu 9.000 Euro Zuschuss gibt es für reine Stromer, Käufer von Plug-in-Hybriden erhalten bis zu 6.750 Euro. Die Kaufprämie teilt sich in einen Hersteller- und einen staatlichen Anteil. Der Zuschuss der Bundesregierung, der sogenannte „Umweltbonus“, wurde im Rahmen des Corona-Konjunktur-Programms im Frühjahr 2020 verdoppelt. Subventionen für den Kauf eines E-Autos gehören zu den vielen Vorteilen, die Stromer-Fahrer genießen. E-Autos sind auch in einigen Punkten im Straßenverkehr bessergestellt als Benziner oder Diesel. Die Grundlage dafür schafft das Elektromobilitätsgesetz (EmoG).

Elektromobilitätsgesetz regelt Bevorrechtigungen

Das EmoG ist bereits seit 2015 in Kraft. Neben der Kaufprämie und der reduzierten Dienstwagenbesteuerung (0,25 Prozent des Bruttolistenpreises für reine Stromer, 0,5 Prozent für Plug-in-Hybriden) stellt das Gesetz die dritte Säule an Vorteilen für E-Auto-Fahrer dar. Dazu kommen weitere Fördermaßnahmen, etwa beim Kauf einer privaten Wallbox oder zum Aufbau eines öffentlichen Normal- und Schnellladenetzes.

Das EmoG regelt, welche Privilegien Elektroautos in Anspruch nehmen können. Voraussetzung: E-Autos sind als solche schnell identifizierbar, weil sie ein besonderes Kennzeichen tragen, das sogenannte „E-Kennzeichen“. Neben reinen Stromern können auch Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenautos ein solches Kennzeichen beatragen. Zu den möglichen Privilegien gehören:

  • Erleichterungen beim Parken auf öffentlichen Straßen und Wegen
  • Erlass oder Ermäßigung von Parkgebühren auf öffentlichen Parkplätzen
  • Ausnahmen für die Benutzung von Bus- und anderen Sonderspuren
  • Ausnahmen bei Zufahrtsbeschränkungen oder Durchfahrverboten

Es gibt aber einen Haken: Das EmoG regelt den allgemeinen Rahmen, doch jede Kommune kann diesen Spielraum individuell gestalten. Was also in der einen Gemeinde erlaubt ist, kann in einer anderen verboten sein. Die Privilegien sind wie im sprichwörtlichen Flickenteppich verteilt. Daher solltest du dich vor der Fahrt in eine andere Stadt immer erst schlau machen, welche Vorteile du dort überhaupt nutzen kannst.

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E-Auto-Privilegien zumeist beim Parken

Die meisten Städte und Kommunen haben zumindest bestimmte Bevorrechtigungen für Elektrofahrzeuge verfügt, was das Parken und den (Teil-)Erlass von Parkgebühren betrifft. Doch die Regelungen fallen sehr unterschiedlich aus:

  • In München dürfen Stromer in von der Stadt bewirtschafteten Gebieten zwei Stunden kostenlos parken, danach werden Parkgebühren fällig.
  • In Hamburg dürfen E-Autos tagsüber bis zur Höchstparkdauer kostenlos stehen (mit Parkscheibe), zwischen 20 und 9 Uhr sogar unbegrenzt (sogar ohne Parkscheibe).
  • In Leipzig, Frankfurt und Köln darfst du das E-Auto nur für die Dauer des Ladevorgangs kostenlos parken.

Die maximale Verweildauer an öffentlichen Ladestationen ist meist großzügig bemessen. In München darfst du tagsüber beispielsweise bis zu vier Stunden an einer Ladesäule stehen, erst danach droht ein Verwarngeld von 10 Euro. In Leipzig ist es ähnlich geregelt. Köln und Berlin schreiben dagegen vor, dass du nur während des eigentlichen Ladevorgangs kostenlos an der Ladesäule parken darfst – danach könntest du abgeschleppt werden.

In einigen Städten dürfen Elektroautos auch Busspuren benutzen, zum Beispiel in Dortmund oder Düsseldorf. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel um Pilotprojekt. Es gibt nur einige wenige Spuren, die für E-Autos freigegeben sind. Oder die Busspuren befinden sich außerhalb des Zentrums.

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E-Autos benötigen Umweltplakette

Keine Privilegien haben indes E-Auto-Fahrer an einer Stelle, wo man dies eigentlich erwartet hätte: bei der Umweltplakette. E-Autos benötigen eine grüne Plakette, genauso wie Plug-in-Hybride und normale Verbrenner. Wer ohne die Plakette in eine Umweltzone fährt, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. Das E-Kennzeichen als Hinweis, dass das Auto sowieso schon umweltfreundlich ist, reicht nicht aus.

Über die Autorin

Sabrina Hamm

Seit 2006 bei CosmosDirekt. Hat nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau ein berufsintegriertes BWL-Studium absolviert und ist nun als Online Marketing Managerin für Suchmaschinenmarketing zuständig.

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