Hybrid, Plug-in & Co. –
der große Elektroauto-Vergleich

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug und einem Mild Hybrid? Hier erfahren Sie, welche Arten von Elektroautos es gibt.

Bildcredits: © Jonathan Petersson

Hybrid, Plug-in & Co. –
der große Elektroauto-Vergleich

Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Plug-in-Hybrid-Fahrzeug und einem Mild Hybrid? Hier erfahren Sie, welche Arten von Elektroautos es gibt.

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Elektroauto-Vergleich: Das sind die Vorteile von Hybrid, Plug-in & Co.

Im Rahmen des Konjunktur-Programms wird die Förderung des Bundes als „Innovationsprämie“ befristet bis Ende 2021 steigen. Reine E-Autos bekommen eine Förderung von bis zu 9.000 Euro, Plug-in-Hybride erhalten eine Förderung von bis zu 6.750 Euro. Doch was unterscheidet elektrifizierte Autos von Plug-in-Hybrid-Modellen oder einem Mild Hybrid? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert unser übersichtlicher Vergleich der E-Autos.

Die Vorteile für den Umstieg auf die Elektromobilität liegen auf der Hand, allen voran die Umweltfreundlichkeit: Der Elektroantrieb selbst ist emissionsfrei. Und wie funktioniert ein Elektroauto? Ganz einfach: Im Gegensatz zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor wird der Motor eines E-Autos nicht mit Kraftstoff betrieben, sondern mit Strom. Gespeichert wird der Strom in einer Batterie. Ihre Kapazität bestimmt die Reichweite des E-Autos, also welche Strecke es mit einer Batterieladung zurücklegen kann. Zurzeit ist der Anschaffungspreis eines E-Autos zwar noch höher als der eines konventionellen Autos. Dem stehen aber zahlreiche Einsparmöglichkeiten gegenüber, etwa bei den Betriebs- und Wartungskosten sowie bei der Steuer. Der technologische Fortschritt in der Elektromobilität macht das Angebot aber auch immer vielseitiger und unübersichtlicher. Für den einen ist im Moment ein Plug-in-Hybrid die perfekte Lösung, für den anderen ein rein elektrisches Auto. In unserem großen Elektroauto-Vergleich erklären wir die wichtigsten Bauarten.

Das reine Elektroauto

Ein rein elektrisches Auto (BEV, steht für Battery Electric Vehicle) fährt ausschließlich mit Strom. Es hat also keinen Verbrennungsmotor, der das Fahrzeug antreibt. Somit ist ein BEV im eigentlichen Fahrbetrieb emissionsfrei. Sorgen um die Reichweite sind unbegründet. Schließlich haben die meisten BEVs heute eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern. Und 90 Prozent der Autofahrer in Deutschland fahren täglich weniger als 100 Kilometer. Die Reichweiten-Angst endgültig nehmen kann ein sogenannter Range Extender. Dieser benzinbetriebene Generator speist den Akku mit Strom, wenn sich dessen Ladung dem Ende zuneigt. Ein weiterer Vorteil von BEVs ist die höchste Kategorie der landesspezifischen Förderung und steuerlichen Vorteile. Rein elektrische Autos sind ideal für Nutzer, die am Arbeitsplatz oder zu Hause die Batterie des Elektroautos laden können.

Bildcredits: © Russlan Illustration

Das reine Elektroauto

Ein rein elektrisches Auto (BEV, steht für Battery Electric Vehicle) fährt ausschließlich mit Strom. Es hat also keinen Verbrennungsmotor, der das Fahrzeug antreibt. Somit ist ein BEV im eigentlichen Fahrbetrieb emissionsfrei. Sorgen um die Reichweite sind unbegründet. Schließlich haben die meisten BEVs heute eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern. Und 90 Prozent der Autofahrer in Deutschland fahren täglich weniger als 100 Kilometer. Die Reichweiten-Angst endgültig nehmen kann ein sogenannter Range Extender. Dieser benzinbetriebene Generator speist den Akku mit Strom, wenn sich dessen Ladung dem Ende zuneigt. Ein weiterer Vorteil von BEVs ist die höchste Kategorie der landesspezifischen Förderung und steuerlichen Vorteile. Rein elektrische Autos sind ideal für Nutzer, die am Arbeitsplatz oder zu Hause die Batterie des Elektroautos laden können.

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Das Hybrid-Auto

Was bedeutet Hybrid-Auto? Im Gegensatz zu einem rein elektrischen Auto hat ein Hybridfahrzeug (HEV, steht für Hybrid Electric Vehicle) zwei Motoren: einen Verbrenner und einen Elektromotor. Je nach Typ können beide Motoren das Auto eigenständig oder im Zusammenspiel antreiben. Hybrid-Fahrzeuge lassen sich anhand ihres Grades der Elektrifizierung unterscheiden. Dabei gibt es zwei Typen: Mild-Hybrid-Fahrzeuge und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Mild Hybrid – Elektromotor hilft Verbrenner

Bei einem Mild-Hybrid-Fahrzeug (auch 48-Volt-Hybrid oder MHEV genannt, steht für Mild Hybrid Electric Vehicle) dient der elektrische Antriebsteil lediglich als Unterstützung des Verbrennungsmotors. Der Elektromotor schaltet sich in Fahrsituationen zu, bei denen besonders viel Kraftstoff verbrannt wird, besonders beim Anfahren. Zudem kann der Elektromotor bei Beschleunigungsmanövern als sogenannter Boost unterstützen. Das Aufladen der Batterie geschieht ausschließlich während der Fahrt beim Abbremsen durch Rekuperation (= Lateinisch für „Wiedererlangung“). Hierbei wird während des Bremsvorgangs die Bewegungsenergie des Fahrzeugs über den Elektromotor in elektrische Energie zurückgewandelt und in die Batterie eingespeist. Eine externe Lademöglichkeit ist bei einem Mild Hybrid nicht vorhanden.

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Mild Hybrid – Elektromotor hilft Verbrenner

Bei einem Mild-Hybrid-Fahrzeug (auch 48-Volt-Hybrid oder MHEV genannt, steht für Mild Hybrid Electric Vehicle) dient der elektrische Antriebsteil lediglich als Unterstützung des Verbrennungsmotors. Der Elektromotor schaltet sich in Fahrsituationen zu, bei denen besonders viel Kraftstoff verbrannt wird, besonders beim Anfahren. Zudem kann der Elektromotor bei Beschleunigungsmanövern als sogenannter Boost unterstützen. Das Aufladen der Batterie geschieht ausschließlich während der Fahrt beim Abbremsen durch Rekuperation (= Lateinisch für „Wiedererlangung“). Hierbei wird während des Bremsvorgangs die Bewegungsenergie des Fahrzeugs über den Elektromotor in elektrische Energie zurückgewandelt und in die Batterie eingespeist. Eine externe Lademöglichkeit ist bei einem Mild Hybrid nicht vorhanden.

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Was ist der Vorteil eines Mild Hybrids?

Der Hauptvorteil eines Mild Hybrids liegt in der Kraftstoffersparnis von bis zu 0,3 Litern auf 100 Kilometer gegenüber einem reinen Verbrenner. Diese Verbrauchsersparnis hat zudem den Effekt, dass die Reichweite eines vollen Benzin- oder Dieseltanks weiter steigt. Weil als Hauptantrieb ein Verbrennungsmotor dient, profitiert der Mild Hybrid vom dichten Netz klassischer Tankstellen. Der Mild Hybrid ist also ideal für Autofahrer, die einen geringen Verbrauch bei maximaler Reichweite wünschen und sich keine Gedanken über das elektrische Laden machen möchten. Ein rein elektrisches Fahren über mehrere Kilometer ist aber nicht möglich. Daher erhalten Mild-Hybrid-Fahrzeuge keine Fördermittel für E-Autos.

Was ist ein Plug-in Hybrid? Die ideale Kombination aus zwei Welten

Während ein Mild-Hybrid-Fahrzeug seine elektrische Energie allein aus der aktiven Fahrsituation gewinnt, kann man ein Plug-in-Hybrid-Auto (PHEV, Plug-in Hybrid Electric Vehicle) zusätzlich beim Parken an einer Steckdose oder einer Ladesäule aufladen („plug in“ = Englisch für „einstecken“). Das vergrößert die elektrische Reichweite bei Plug-in Hybriden enorm.

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Was ist ein Plug-in Hybrid? Die ideale Kombination aus zwei Welten

Während ein Mild-Hybrid-Fahrzeug seine elektrische Energie allein aus der aktiven Fahrsituation gewinnt, kann man ein Plug-in-Hybrid-Auto (PHEV, Plug-in Hybrid Electric Vehicle) zusätzlich beim Parken an einer Steckdose oder einer Ladesäule aufladen („plug in“ = Englisch für „einstecken“). Das vergrößert die elektrische Reichweite bei Plug-in Hybriden enorm.

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Was ist der Vorteil eines Plug-in-Hybrid Autos?

Viele PHEV-Besitzer schaffen es bereits jetzt, den Großteil ihrer Fahrstrecken elektrisch zurückzulegen. Denn häufig liegen Fahrstrecken im täglichen Gebrauch deutlich unterhalb von 50 Kilometern. Abhängig vom persönlichen Stromtarif ergeben sich dadurch bereits heute deutliche Einsparungen im Vergleich zu einem klassischen Verbrenner. Als weiterer Vorteil kommt bei Bedarf, also wenn die Akkuladung oder -kapazität nicht ausreicht, die Reichweite des Verbrennermotors hinzu. Ein PHEV ist also ideal für Autofahrer, die größtmögliche Variabilität wünschen: einerseits einen Elektroantrieb für den Alltag, wie etwa für das kostenoptimale und nachhaltige Pendeln ins Büro. Andererseits maximale Reichweite und Flexibilität für die Langstrecke, wie etwa für den Wochenendausflug mit der Familie. Und: Diese Fahrzeugkategorie profitiert, landesspezifisch, auch finanziell – durch direkte Fördermittel für Elektrofahrzeuge sowie indirekt durch günstigere Steuern dank des geringeren CO2-Ausstoßes.

Die Brennstoff-Zelle

Beim Auto mit Brennstoffzellen (FCEV, steht für Fuel Cell Electric Vehicle) wird die Elektrizität direkt an Bord erzeugt. In der Zelle reagiert der aus einem Tank zugeführte Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft. Der dabei entstehende Strom wird ähnlich wie beim BEV für den Antrieb eines Elektromotors genutzt. Zusätzlich entstehen nur Wärme und Wasser. Die ökologischen Nachteile ergeben sich aktuell aus dem Verfahren zur Wasserstoffgewinnung. Denn dafür wird viel Strom benötigt. Zudem muss der Wasserstoff anschließend vom Erzeugungsort zu den Tankstellen transportiert werden.

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Die Brennstoff-Zelle

Beim Auto mit Brennstoffzellen (FCEV, steht für Fuel Cell Electric Vehicle) wird die Elektrizität direkt an Bord erzeugt. In der Zelle reagiert der aus einem Tank zugeführte Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft. Der dabei entstehende Strom wird ähnlich wie beim BEV für den Antrieb eines Elektromotors genutzt. Zusätzlich entstehen nur Wärme und Wasser. Die ökologischen Nachteile ergeben sich aktuell aus dem Verfahren zur Wasserstoffgewinnung. Denn dafür wird viel Strom benötigt. Zudem muss der Wasserstoff anschließend vom Erzeugungsort zu den Tankstellen transportiert werden.

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Auto mit Brennstoffzellen: Modell für die Zukunft?

Die Reichweite eines FCEV ist etwa so hoch wie bei den künftigen Batterie-Elektroautos. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der kurzen Tankdauer. Denn ein Wasserstofftank kann binnen weniger Minuten nachgefüllt werden. Allerdings ist das Tankstellennetz noch sehr dünn. Sollte sich das in Zukunft ändern, wäre ein Brennstoffzellen-Auto ähnlich zu handhaben wie ein Auto mit Verbrennermotor. Außerdem ist das Brennstoffzellen-System in der Herstellung noch sehr teuer. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Edelmetall Platin, das als Katalysator benötigt wird.

Elektroautos-Vergleich: das Fazit

Jeder Autofahrer ist anders und hat ganz individuelle Bedürfnisse. Dem kommt die Vielfalt der Antriebsarten entgegen. Denn jedes Fahrzeugkonzept bietet den Autofahrern spezifische Vorzüge. Auch der reine Verbrenner wird im Mobilitätsmix der Zukunft seine Berechtigung behalten. Höchstwahrscheinlich wird es also auch künftig ein Nebeneinander mehrerer Technologien geben.

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Über den Autor

Stefan Wiedemann

Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei CosmosDirekt von 1989 bis 1991 gemacht. Arbeitet seit 1994 als Online-Redakteur für die Webseite. Hobbies: Fitness, Kreuzfahrten und Autos.

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