Nachhaltigkeit: Reisen mit dem Wohnmobil

Früher galten Wohnmobile als spießig, heute bedeuten sie Spaß und naturnahen Urlaub. Auch die Klimabilanz der „Womos“ kann sich sehen lassen.

Bildcredits: © Kevin Schmid – unsplash.com

Nachhaltigkeit: Reisen mit dem Wohnmobil

Früher galten Wohnmobile als spießig, heute bedeuten sie Spaß und naturnahen Urlaub. Auch die Klimabilanz der „Womos“ kann sich sehen lassen.

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Nachhaltigkeit: Reisen mit dem Wohnmobil

Urlaub im Wohnmobil hatte früher nicht das beste Image: langweilig, spießig, etwas für Rentner mit Gartenzwerg-Faible. Heute ist das anders: Wohnmobile liegen im Trend. Seit mehr als zehn Jahren steigen die Verkaufszahlen kontinuierlich. Zudem werden immer mehr Wohnmobile gemietet. Drei Gründe befeuern den Boom: Freiheit, Unabhängigkeit – und die Nähe zur Natur.

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Zulassungszahlen für Wohnmobile mit Rekordwerten

Nicht erst durch die Corona-Krise liegt das Wohnmobil wieder im Trend. Zwar ist das „Womo“ für die aktuelle Situation wie geschaffen: Für die Anreise braucht man weder Bus noch Bahn, die eigenen vier Wände hat man immer dabei. Da die Parzellen auf den Campingplätzen im Durchschnitt 80 Quadratmeter groß sind, ist für genügend Abstand zu den Nachbarn gesorgt. Dazu kommt das große Freiheitsversprechen der Wohnmobile: Wenn es mir irgendwo nicht mehr gefällt (oder es zu voll wird), kann ich ja einfach woanders hinfahren.

Doch die Verkaufszahlen der letzten Jahre zeigen, dass die Nachfrage nach Wohnmobilen seit längerem kontinuierlich anzieht. Der Branchenverband CIVD (Caravaning Industrie Verband) meldete für das erste Halbjahr 2020 sogar erneut Rekordwerte. Allein im Juli wurden 10.943 Wohnmobile neu zugelassen, das sind rund doppelt so viele wie im Jahr davor. Trotz kleinerer Corona-bedingter Rückschläge im Frühjahr boomt die Branche: Zwischen Januar und Juli meldete der CIVD 50.570 Neuzulassungen, gegenüber 2019 eine Steigerung um rund 24 Prozent. Zum Vergleich: 2008 registrierte man lediglich 20.921 neue Wohnmobile.

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Mit dem Wohnmobil das Land entdecken und zurück zur Natur

Der Wohnmobil-Boom wird zum einen von den „Best Agern“ getragen. Das sind die Über-50-Jährigen, deren Kinder ausgezogen sind. Die „Best Ager“ fühlen sich fit, sind unternehmungslustig und wollen Deutschland und Europa auf vier Rädern entdecken, ohne auf den Komfort der eigenen vier Wände zu verzichten. Und sie haben das Geld, um sich ein neues Wohnmobil zu kaufen. Denn schon für einfache Modelle muss man mindestens 30.000 Euro hinlegen, Ausführungen mit gehobener Ausstattung kosten 50.000 bis 100.000 Euro.

Wer sich kein neues Womo leisten kann (oder will), sieht sich daher meistens auf dem riesigen Markt für gebrauchte Modelle um oder mietet sich einfach für die Sommerferien das passende Wohnmobil. Anbieter gibt es inzwischen viele.

Und das machen seit einigen Jahren immer mehr junge Paare und Familien, die das unbeschwerte Leben im Camper oder Caravan (wieder-)entdecken und ebenfalls den Trend zum Womo befeuern. Ihr Motto ist vor allem: „Back to nature“. Mit Wohnmobil oder Wohnwagen geht es dann bis zum Wasser oder mitten in den Wald – gern auf kleinere Campingplätze, Entspannung und Entschleunigung, Seeblick und zirpende Grillen inklusive. Wer sich einfach mal inspirieren lassen will, muss nur nach #vanlife auf Instagram suchen.

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Wohnmobile mit guter Klimabilanz

Naturnaher Urlaub ist das eine – doch wie umweltfreundlich ist das Reisen mit dem Wohnmobil? In der Gesamtbilanz reist du in einem Wohnmobil tatsächlich recht klimafreundlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu). Vor allem im Vergleich zu Flugreisen und Hotelübernachtungen setzen Wohnmobile und Caravans deutlich weniger klimaschädliches CO2 frei, und zwar über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs, inklusive Herstellung, Wartung und Entsorgung der Fahrzeuge.

Damit der Urlaub im Wohnmobil nachhaltige Effekte auf die Umwelt hat, stehst du als Camper aber auch selbst in der Verantwortung. Dass du den Stellplatz müllfrei hinterlässt, ist eigentlich selbstverständlich. Auf allen Campingplätzen lassen sich die Abfälle schließlich ordentlich entsorgen.

Ein zweites No-Go beim Womo: Das Chemo-Klo einfach ins Gebüsch oder den See entleeren. Die Chemikalien verschmutzen das Trinkwasser, Tiere in angrenzenden Gewässern können sterben. Auf jedem Campingplatz gibt es spezielle Entsorgungsstationen für das Abwasser.

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Tipps für nachhaltige Reisen mit dem Wohnmobil

Wenn du beim Campen mit dem Womo einen kleinen CO2-Fußabdruck hinterlassen willst, kannst du dich an folgenden Tipps orientieren:

  • Erkunde die Umgebung am besten mit dem Fahrrad oder Elektrorad. Bei vielen Wohnmobilen kannst du einen Fahrradträger anbauen, ansonsten miete dir einfach für ein paar Tage ein Rad bei einem lokalen Anbieter.
  • Dein Wohnmobil hat eine Klimaanlage? Verzichte während des Urlaubs besser darauf, sie den ganzen Tag laufen zu lassen. Such dir einen Stellplatz mit ausreichend Schatten, dann heizt sich das Fahrzeug tagsüber nicht so auf.
  • Wenn du dich gern zwischendurch im See wäschst, solltest du unbedingt ökologische Seifen und Shampoos verwenden. Die Naturprodukte sind biologisch abbaubar.

Du verbringst keinen Urlaub ohne dein Wohnmobil? Zeig uns deine Liebe unter #EchteAutoliebe.

Über den Autor

Stefan Wiedemann

Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei CosmosDirekt von 1989 bis 1991 gemacht. Arbeitet seit 1994 als Online-Redakteur für die Webseite. Hobbies: Fitness, Kreuzfahrten und Autos.

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