Unter Strom -
Nachhaltige Mobilität
dank Elektroantrieb?

Für so zukunftsfähig halten die Deutschen Elektromobilität

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Unter Strom -
Nachhaltige Mobilität dank Elektro-
antrieb?

Für so zukunftsfähig halten die Deutschen Elektromobilität

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Mit dem E-Roller durch die Stadt cruisen, mit dem E-Bike locker jeden Berg bezwingen oder das Elektroauto mal eben auf dem Supermarktparkplatz laden – Elektromobilität umgibt uns jetzt schon im Alltag überall. Auf den ersten Blick ist der Weg frei für eine Verkehrswende hin zu klimafreundlicher und nachhaltiger Mobilität. Auf den zweiten Blick stellen sich die Deutschen aber doch noch einige Fragen. CosmosDirekt hat zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa 1 nachgefragt: Für wie zukunftsfähig haltet ihr das Konzept Elektromobilität?

Wie Elektroakkus entsorgen?

Jede Batterie hat irgendwann ihr Lebensende erreicht und muss dann möglichst klima- und umweltfreundlich entsorgt werden. Da ist momentan noch Luft nach oben. 85 Prozent der Umfrageteilnehmer sind deshalb der Meinung, dass die Entsorgung der Elektroakkus noch nicht völlig geklärt ist. Dabei gibt es für die Entsorgung von alten oder beschädigten Elektroautobatterien derzeit schon ganz konkrete Regeln und sogar technische Möglichkeiten, unbeschädigte Batterien zu recyceln:

  • Die Altfahrzeugverordnung verpflichtet die Autohersteller zum Beispiel dazu, ihre Fahrzeuge kostenlos zurückzunehmen und fachgerecht zu entsorgen.
  • Hersteller und Importeure, die Batterien (einzeln oder als Bestandteil eines Produkts, wie z. B. als Elektroakku eines Elektroautos) erstmals in Umlauf bringen, müssen sie laut dem Batteriegesetz beim Umweltbundesamt Zusätzlich müssen sie bei einem Rücknahmesystem mitmachen und eine kostenfreie Rücknahme anbieten.2

Verbesserungsbedarf gibt es allerdings bei der gesetzlichen Regelung zur Recyclingeffizienz: Die Hälfte des Materialanteils muss wiederverwertet werden. Das Problem:  Die Regelung bezieht sich rein auf das Gewicht. Es reicht deshalb oft, schwerer Bestandteile zu entfernen, die z. B. aus Stahl, Aluminium und Kunststoff bestehen. Dadurch wird aber nicht die eigentliche Mission erfüllt, auch die kritischen Ressourcen des Elektroakkus wiederzuverwerten.3 Wie das Recycling der Akkus funktioniert, erfährst du hier.

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Öffentlichen Nahverkehr aus der Steckdose

Probleme mit der Batterieentsorgung hin oder her: 84 Prozent der Befragten wünschen sich trotzdem, dass die Elektromobilität vor allem im Öffentlichen Nahverkehr weiter ausgebaut werden soll. Eine saubere Sache! Busse sind dadurch nämlich nicht nur klimafreundlicher, sondern auch fast lautlos unterwegs und stinken weniger. Aktuell sind in Deutschland schon um die 400 Elektrobusse unterwegs, zusätzliche 750 wurden geordert.4 Bis 2030 hat die Bundesregierung sogar das Ziel, dass dann schon die Hälfte aller Busse in deutschen Städten elektrisch unterwegs sind.5

Elektroakku ja, aber wo laden?

Der Wille ist da, aber wo sind die Ladestationen? 70 Prozent der Befragten glauben, dass das Elektromobilitätskonzept daran scheitern könnte, dass beispielsweise in Mehrfamilienhäusern nicht genügend Lademöglichkeiten für Elektroautos vorhanden sind. Um dem entgegenzuwirken, fördert die Bundesregierung seit 2020 private Ladestationen mit 50 Millionen Euro.6 „Aufladen“ kann man sein Elektrofahrzeug im Prinzip ganz einfach über speziell dafür ausgelegte Ladestationen. Sie sehen aus wie Zapfsäulen und versorgen das Fahrzeug über ein Kabel mit Strom. Mittlerweile gibt es im deutschen öffentlichen Raum 21.781 Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Und rund jede vierte Ladestation ist in einem Parkhaus oder auf einem öffentlichen Parkplatz zu finden.7 Bis 2030 sollen in Deutschland aber insgesamt eine Million Ladepunkte bereitstehen.8 Eine interaktive Deutschlandkarte mit allen öffentlichen Ladesäulen für dein Elektroauto findest du hier.

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Wie nachhaltig ist Elektromobilität wirklich?

Trotz einer vorzeigbaren Umweltbilanz glauben drei Viertel (78 Prozent) der Befragten, dass die Elektromobilität nur eine Zwischenlösung ist, auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität, wie auch immer diese in Zukunft aussehen könnte. 77 Prozent sind sogar der Meinung, dass die Elektromobilität die Nutzung von Ressourcen lediglich von fossilen Brennstoffen, wie Benzin oder Diesel, hin zu anderen seltenen Rohstoffen wie z. B. Lithium verschiebt. Für gänzlich nachhaltige Mobilität müssen neben dem CO2-Ausstoß viele verschiedene Faktoren, wie beispielsweise der Ressourcenverbrauch, berücksichtigt werden. Dennoch: Schon heute sparen Elektrofahrzeuge im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern mehr als die Hälfte an Treibhausgasen ein, die bei der Fahrt ausgestoßen werden. Für die neuesten E-Auto-Modelle sieht die Zukunftsbilanz laut Experten sogar noch besser aus: Insgesamt könnten sie im Vergleich eine bis zu 82 Prozent geringere CO2-Bilanz haben als herkömmliche Autos.9

Stimmung in Deutschland zur Elektromobilität – das Fazit:

Unsere Umfrageergebnisse zeigen klar: Elektromobilität ist nicht perfekt. Viele sehen bei unterschiedlichen Aspekten noch Klärungsbedarf. Möglicherweise ist sie auch nur eine Zwischenlösung, denn es gibt Alternativen. Welche unterschiedlichen Antriebsformen von Elektroautos es momentan gibt, erfährst du hier.

Über den Autor

Robert Kreilaus

Online Redakteur bei CosmosDirekt seit 2014, davor seit 1996 in verschiedenen Bereichen des Cosmos tätig.

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