Wie verändert Corona unsere Mobilität?

Die COVID-19-Pandemie hat einen großen Einfluss auf die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer.

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Wie verändert Corona unsere Mobilität?

Die COVID-19-Pandemie hat einen großen Einfluss auf die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer.

Ein Virus verändert die Welt

In zahlreichen Ländern stand während des Lockdowns das öffentliche Leben nahezu still. Die Straßen waren menschenleer, Vergnügungsparks und touristische Attraktionen verwaist. Flugzeuge blieben am Boden, Schiffe im Hafen. Satellitenbilder zeigen, wie groß der Einfluss von Corona tatsächlich war. Das Unternehmen Planet Laps hat auf seiner Internetseite Vorher-Nachher-Aufnahmen veröffentlicht, auf denen zu erkennen ist, wie sich Orte innerhalb weniger Wochen verändert haben. Zu sehen sind unter anderem leere Parkplätze im ansonsten vollen Disney World Florida und aufgrund des fehlenden Bootsverkehrs ungewöhnlich klares Wasser in den Kanälen von Venedig. Auch wenn sich das Leben langsam normalisiert, werden die Auswirkung der Pandemie im Alltag noch lange zu spüren sein. Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, heißt es Abstand halten. Das beeinflusst auch das Mobilitätsverhalten.

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Mobilitäts-Gewinner und -Verlierer der Pandemie

Wie wirkt sich Corona auf das Mobilitätsverhalten der Deutschen aus? Genau das hat das Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersucht. Im Rahmen der Studie wurden 1.000 Personen zwischen 18 und 82 Jahren unter anderem dazu befragt, welche Verkehrsmittel sie genutzt und wie wohl sie sich dabei gefühlt haben.

Laut Studie nutzen die Befragten öffentliche Verkehrsmittel weniger und fühlten sich bei der Nutzung oder der Vorstellung, diese zu nutzen, unwohler. Der Wohlfühlfaktor in privaten Autos war hingegen gleich hoch oder sogar höher als vor der Pandemie. Von den Befragten ohne eigenes Auto im Haushalt gaben zudem ein Drittel an, dass sie dieses als Fortbewegungsmittel vermissen. Sechs Prozent denken aufgrund von Corona sogar über die Anschaffung eines eigenen Pkw nach.

In diesem Zusammenhang ist auch ein Blick auf die Verkaufs- und Zulassungszahlen im Vergleich zum Vorjahr interessant. Den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zufolge wurden von März bis Mai 31 Prozent weniger Fahrzeuge zugelassen als im Vergleichszeitraum 2019. Im Juni und Juli 2020 lagen die Zahlen aber über denen des Vorjahres.

„Vieles weist darauf hin, dass Auto und auch Fahrrad als Gewinner aus der Krise hervorgehen werden.“ (Prof. Barbara Lenz, Direktorin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung)

Die Tendenz zum eigenen Auto und die geringere Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel – nach Angaben der Unternehmensberatung McKinsey ist diese im April in vielen Städten um 70 bis 90 Prozent eingebrochen – bedeutet jedoch nicht zwangsweise einen Rückschritt für klimafreundliche Fortbewegungsmittel. Denn die DLR-Studie zeigt ebenfalls, dass auch Fahrräder und E-Bikes zu den Gewinnern der Krise gehören. Neun Prozent aller Befragten erwägen den Kauf. Ähnliche Tendenzen zeigt auch die MOBICOR-Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Forscher haben eine große Bereitschaft festgestellt, Entfernungen mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

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Sind innovative Mobilitätskonzepte in Gefahr?

McKinsey hat sich in seiner Analyse auch mit den Auswirkungen auf neue Mobilitätstechnologien befasst. Den Ergebnissen nach haben innovative Lösungen nur kurzfristig das Nachsehen. Auf lange Sicht können Technologien, die einen größeren Abstand zwischen Personen ermöglichen, sogar profitieren. Als Beispiel nennt das Beratungsunternehmen autonomes Fahren und Sharing-Angebote. Auch die E-Mobilität soll nicht signifikant leiden. Grundlage für diese Annahme sind die Verkaufszahlen von E-Autos im März und April 2020. Diese waren auf dem europäischen Markt erstaunlich stabil.

Der Anreiz für den Kauf von E-Autos ist auch durch das Konjunkturpaket gestiegen, das die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abfedern soll. Die sogenannte „Umweltprämie für Elektrofahrzeuge“ des Bundes wird als „Innovationsprämie“ verdoppelt; der Anteil der Hersteller an der Prämie bleibt davon unberührt. Zudem soll das Ladenetz innerhalb Deutschlands weiter ausgebaut werden. Das soll die Nutzung von E-Autos noch attraktiver machen.

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Das Fahrrad erobert die Stadt

Um öffentliche Verkehrsmittel zu meiden, sind während der Corona-Krise auch viele Menschen auf das Fahrrad umgestiegen. Die Absatzzahlen sind in die Höhe geschossen. Dass die Händler mit der Geschäftslage zufrieden sind, zeigt auch die aktuelle ifo-Konjunkturumfrage. Sie bewerten diese mit 95 von 100 möglichen Punkten. Zum Vergleich: Möbel- und Einrichtungshäuser bewerten ihre Geschäftslage mit 40,7 Punkten. Aber nicht nur die Absatzzahlen, auch der Umsatz ist gestiegen. Das führt der Zweirad-Industrie-Verband vor allem auf den gestiegenen Absatz höherpreisiger E-Bikes zurück.

„Die Fahrradhändler erleben einen regelrechten Boom” (Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Befragungen.)

Besonders in vielen Städten mangelt es allerdings an geeigneten Fahrradwegen, die ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr ermöglichen. Ein Blick auf die bereits erwähnte MOBICOR-Studie zeigt, dass die Voraussetzungen eine wichtige Rolle spielen.

Viele Städte haben Konsequenzen aus dem erhöhten Fahrradaufkommen gezogen – auch, um die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden umzusetzen und den Radfahrern die Einhaltung des nötigen Sicherheitsabstandes zu ermöglichen. Die schnelle und unbürokratische Lösung: Pop-up-Radwege. Die temporären Radwege sind farbig gekennzeichnet und werden dort eingerichtet, wo sonst Autos fahren oder parken. Berlin gilt dabei in Deutschland als Vorreiter. Dort sind seit Anfang März fast 22 Kilometer neue Radwege entstanden (Juli 2020). Aber auch in anderen deutschen Städte wurden zeitlich begrenzte Radspuren auf der Straße eingerichtet, etwa in München und Stuttgart.

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Ob zwei oder vier Räder – wir schützen, was du liebst

Du bist derzeit auch am liebsten mit dem eigenen Auto unterwegs oder spielst aufgrund von Corona mit dem Gedanken, dir einen Wagen zuzulegen? Mit unserer Autoversicherung helfen wir dir, das zu schützen, was dir am Herzen liegt. Die Kundenzufriedenheit ist uns dabei besonders wichtig. Umso mehr freut es uns, dass wir laut Studie des Nachrichtensenders n-tv und des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) zum siebten Mal in Folge der beliebteste KFZ-Versicherer Deutschlands sind.

Du steigst auch gerne mal auf Fahrrad oder E-Bike um? Damit du dein Gefährt auch außerhalb der eigenen vier Wände bedenkenlos abstellen kannst, kannst du deine Hausratversicherung von CosmosDirekt um einen Diebstahlschutz erweitern.

Über den Autor

Stefan Wiedemann

Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei CosmosDirekt von 1989 bis 1991 gemacht. Arbeitet seit 1994 als Online-Redakteur für die Webseite. Hobbies: Fitness, Kreuzfahrten und Autos.

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