„Guter Content braucht kein teures Equipment.“
- Tipps eines Fotografen

Rouven Christ ist Outdoor- und Fitness-Fan, Foto- und Videograf. Wir haben mit ihm über gutes Equipment und Tipps zur Fotografie gesprochen.

Bildcredits: © Rouven Christ

„Guter Content braucht kein teures Equipment.“
- Tipps eines Profi Fotografen

Rouven Christ ist Outdoor- und Fitness-Fan, Foto- und Videograf. Wir haben mit ihm über gutes Equipment und Tipps zur Fotografie gesprochen.

Bildcredits: © Rouven Christ

Als Foto- und Videograf ist Rouven Christ Autodidakt: Er hat sich beides selbst beigebracht und zeigt sich entsprechend offen für Neues. Seine ausgeprägte kreative Ader nutzt er nicht nur für Bilder, sondern auch für sein Projekt „Outdoor Nation“, aktuell Deutschlands größte Outdoor-Fitness Community. Eigentlich studierter Fitnessökonom, hat er sich mit seinem ausgefeilten Gesundheitskonzept einen Namen gemacht – und die Kunden wissen nicht nur seine Liebe zum Sport, sondern auch seine Foto- und Video-Skills zu schätzen. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen.

Rouven, erzählt uns kurz, wie du zur Fotografie gekommen bist und ob du hier Vorbilder hast?

Angefangen hat alles mit meiner Firma Outdoor Nation – ich wollte meine Firma und unser Produkt darstellen können. Mittlerweile schaue ich beim Fotografieren gerne über den Tellerrand hinaus und probiere mich gerne in neuen Dingen aus. Spezielle Vorbilder habe ich nicht. Ich lasse mich gerne über YouTube und andere Plattformen von anderen Fotografen inspirieren.

Von (ehemals) Einsteiger zu zukünftigen Einsteigern: Welcher Kameratyp ist der beste?

Ich persönlich bin mit der Sony Alpha 6000 mit einem Zoom-Objektiv 24-70mm/2,8 in die Fotografie eingestiegen. Daher würde ich diese Kamera auch heute noch jedem Einsteiger empfehlen.

Und welche Typen darüber hinaus spielen für dich bei unterschiedlichen Zwecken eine Rolle?

Es gibt die Videokameras für Videografie, die Fotokamera für Foto- und Videografie, die Spiegelreflexkameras (DSLR) für natürlichere Bilder wie Hochzeitsfotografie, und die spiegellosen Systemkameras (DSLM für Digital Single Lens Mirrorless) für Foto- und Videografie, wie zum Beispiel Sport, wo es um schnelle Bewegungen geht.

Tipps vom Profi für das beste Foto

Wo wir gerade bei unterschiedlichen Anlässen und Situationen sind: Was muss man beachten, wenn man Personen fotografieren möchte?

Einsteigern würde ich empfehlen, immer mit der Sonne zu fotografieren und nicht gegen das Licht und eine Brennweite mit 35 mm aufwärts zu nutzen.

Hast du auch Tipps für die Naturfotografie?

Gerade für Landschaften und weite Blicke greife ich auf Brennweiten unter 35 mm zurück. Je nach Sonnenstand macht es auch Sinn mit Filtern zu fotografieren, wie Verlaufsfilter, ND Filter oder Polarfilter. Da die Natur sehr strukturreich ist, wie eine Blume oder ein Blatt, kann man auch Makro-Objektive (Objektive, mit einer guten Naheinstellungsgrenze) nutzen, da diese viele interessante Einblicke bringen.

Und ganz grundsätzlich: Was sind deine besten Tipps zum Fotografieren?

Tipp 1: Das Sonnenlicht ist das beste Licht im Vergleich zu einem Diffusor oder Blitzlicht. Hierbei ist darauf zu achten, dass die goldenen Stunden morgens und abends die besten sind.

Tipp 2: Wichtig ist bei der Fotografie, dass man eher dunkler fotografiert und bei der Videografie eher heller filmt.

Tipp 3: Bei der Foto- und Videografie ist es immer gut, wenn man einen Rundumblick hat und auch mal verschiedene Perspektiven betrachtet.

Diese Ausrüstung empfiehlt Rouven Christ

Was braucht man als Minimal-Equipment, wenn man in die Fotografie einsteigt?

Zusätzlich zu einer Kamera gehören unter anderem auch ein Stativ, eine Speicherkarte und Ersatzkarte, ein Ersatzakku, eine externe Festplatte sowie Diffusoren für eine optimale Belichtung dazu.

Was ist aus deiner Sicht generell wichtig für eine gute Kamera?

Bei einer guten Kamera sind Größe, Gewicht, Bildqualität, Geschwindigkeit, Brennweitenbereich, Bildstabilisator, Monitor, Handhabung und Bedienung wichtig. Jedoch haben für jeden Anwendungsbereich andere Dinge Priorität. Bei Action beispielsweise sind es Geschwindigkeit und Stabilisation, bei klassischen Fotokameras Dynamik, Umfang und Auflösung. Und bei Videokameras solltet ihr auf Low-light-Performance und Farbetiefe in Bit achten.

Das sind ja schon eine Menge Fachbegriffe. Wie gewinnt man als Anfänger den Überblick – welche Websites oder Tools helfen?

Ich lasse mich gerne auf YouTube (Benjamin Jaworskyj!) und anderen Social-Media Kanälen inspirieren. Bei Instagram empfehle ich @filmmkrs und @filmmakersway. Hier findet man jegliches Wissen über Kameras, Kamerasoftware, Schnitt- und Bearbeitungsprogramme für Video und Foto.

Was würdest du sagen: Sind neue Kameras älteren Modellen vorzuziehen?

Das kann man pauschal nicht sagen, da es immer auf den Verwendungszweck ankommt. Selbst mit älteren Analogkameras und Objektiven lassen sich tolle Ergebnisse erzielen. Ich persönlich verwende an meinen modernen Kameras oft analoge Objektive als Stilmittel.

Warum lohnt sich die Anschaffung einer Kamera, wenn selbst Smartphones heute schon brillante Bilder machen?

Das ist wie beim Kochen. In einem Wok kann man alles kochen, aber um ein besseres Ergebnis zu erzielen, legt man sich auch andere Pfannen und Kochutensilien zu.

Ähnlich wie beim Kochen kann es ja auch bei einem Shoot schnell mal heiß her gehen: Wie sicherst du deine Kamera während gewagten Shootings?

Vor jeder Nutzung prüfe ich, ob alle Schrauben des zusätzlichen Equipments, zum Beispiel des Monitors, festgezogen sind.

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Speicherkarten, Objektive und ein guter Schutz

Equipment ist ein gutes Stichwort: Was muss man bei der Wahl eines Objektivs und einer Speicherkarte beachten?

Für die Speicherkarte gilt: Je größer die Daten, desto höher sollte die Schreibgeschwindigkeit sein, sonst kommt es beispielsweise bei Serienfotos zu einer langen Schreibzeit. Im Grunde genommen kann man nie genug Speichermedium bei sich haben und passend dazu ein Case.

Beim Objektiv ist es wichtig, dass es mit der Kamera kompatibel ist. Außerdem ist zu beachten, was fotografiert oder gefilmt werden soll. Ich persönlich bin, wie schon erwähnt, mit einem Zoomobjektiv gestartet, weil es den großen Brennweitenbereich abdeckt und von weitwinklig bis Portrait (24-70mm) alles zulässt. Mittlerweile arbeite ich hauptsächlich mit Festbrennweiten bei Foto- und Videografie. Das ist selbstverständlich um einiges kostspieliger.

Was würdest du schätzen, was ein Profi-Equipment kostet?

Der Wert ist wahrscheinlich vergleichbar mit einem Klein- bis Mittelklassewagen. Daher ist es sinnvoll die Ausrüstung, wie auch ein Auto, versichern zu lassen.

Vorsicht ist sogar noch besser als Nachsicht: Wie transportiere ich meine Kamera möglichst unfallfrei?

Da Kameras meist eine teure Investition sind, ist es von Vorteil, eine Equipment-Tasche zu besitzen, in der man seine Kamera und Zubehör aufbewahren und transportieren kann. Außerdem sollte man darauf achten, keine flüssigen oder spitzen Gegenstände in der Tasche mit dem Equipment aufzubewahren.

Und wie lagerst du deine Ausrüstung?

Mein Equipment bewahre ich in Outdoor-Cases in einem separaten Raum auf, der eine normale Raumtemperatur hat. Mein besonders teures Equipment bewahre ich in einem Safe auf.

Pflege schreibt der Profi groß

Wie pflegst und wartest du deine Kamera und Co.?

Wie gesagt: Ich persönlich bewahre mein Equipment in einer Tasche oder in Boxen auf und achte besonders darauf, dass alles mit wenig Staub und Schmutz in Berührung kommt. Man sollte vor jedem Benutzen der Kamera den Sensor im Blick haben, da sich in diesem durch das Wechseln des Objektivs Staub ablegen kann. Falls solche Fusselartefakte auf dem Bild erscheinen sollten, ist es wichtig den Sensor zu reinigen. Hierfür nutze ich die Full Frame Sensor Cleaning Swab von UES.

Wie lange hält eine Standardkamera bei so einer optimalen Behandlung?

Meine älteste Kamera habe ich bereits seit dreieinhalb Jahren. Es gab jedoch schon des Öfteren Situationen, in denen ich schnell reagieren musste, weil es sonst teuer hätte werden können. Doch im Notfall ist das kein Problem, da mein komplettes Equipment bei CosmosDirekt versichert ist.

Ganz kurz: Camcorder oder Kamera?

Eindeutig Kamera! Weil in der heutigen Zeit die Systemkameras Foto- und Videografie gleichermaßen gut abdecken.

Welche Grundeinstellungen muss ich an einer Kamera kennen?

Bei einer Kamera sollte man Grundeinstellungen wie ISO, Shutter, Blend, Aufnahmeformat und Frame kennen. Man sollte außerdem wissen, dass diese Einstellungen ein Zusammenspiel sind.

Bildcredits: © Rouven Christ

Technik oder Talent? Beides ist möglich

Glaubst du, man kann oder muss Fotografie erlernen oder handelt es sich dabei hauptsächlich um Talent?

Das theoretische Wissen sollte erlernt werden und die praktische Umsetzung fügt sich dann. Jedoch habe ich schon beobachtet, dass es Menschen gibt, die sich in kurzer Zeit schnell entwickeln und über sich hinauswachsen.

Was möchtest du Neueinsteigern ans Herz legen?

Es ist wichtig, sich immer weiter auszuprobieren. Learning by doing. Geht raus in die Natur und versucht einfach so viele verschiedene Perspektiven und Motive zu suchen, wie möglich. Man muss lernen, ein sogenanntes drittes Auge zu erlangen, um Licht, Objekte und Situationen mit dem notwendigen Kamerawissen festzuhalten.

Und: Guter Content bedarf keines teuren Equipments.

Aber vielleicht nützlicher Helfer? Gibt es ein Gadget, dass du empfehlen möchtest?

Da ich mit der Videografie eingestiegen bin, war mein erstes Gadget ein Gimbal. Das hat sich als sinnvoll erwiesen.

Zum Abschluss: Welche Art der digitalen Nachbearbeitung empfiehlst du?

Zunächst einmal: Das am besten geeignete Dateiformat für Video- und Fotografie ist für mich RAW. Hier habe ich alle rohen Bilddatei-Informationen direkt vom Sensor, mit denen ich in der Nachbearbeitung mehr Spielraum für kreative Ideen habe. Gerade bei den Farbprofilen habe ich ein höheres Spektrum. Bei der Bilderbearbeitung greife ich dann auf Lightroom und Lumina zu. Bei der Videografie auf Finalcut, Adobe Premiere und After Effects.

Schutz, jederzeit, wann und wo du ihn brauchst

Du bist Hobbyfotograf, nutzt deine Kamera aber längst nicht täglich? Warum solltest du dann jeden Tag für deinen Versicherungsschutz bezahlen? Gute Frage. Unsere Kameraversicherung kannst du online abschließen und einfach verwalten. Wenn du deine Kamera brauchst, kannst du die Versicherung per Klick aktivieren . Und nach getaner Arbeit schaltest du sie genauso einfach wieder ab. Für die Dauer des gesamten Jahresurlaubs oder für das Wochenende des Familienfests – wie lange der Versicherungsschutz aktiv ist, entscheidest du. Du kannst den Tarif als Flatrate für einen ganzen Monat oder länger, aber auch nur für einen Tag aktivieren. Und zwar sowohl für neues als auch für gebrauchtes und geliehenes Foto-Equipment. Und sollte wirklich mal etwas passieren, musst du garantiert nichts dazu bezahlen. Denn eine Selbstbeteiligung gibt es nicht.

Über die Autorin

Alisa Rau

Seit 2019 als Marketing Managerin im Social Media-Team der CosmosDirekt, war zwei Jahre lang neben ihrem Master-Studium in Betriebswirtschaftslehre als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung tätig.

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