„Die Fotografie
hat mich gefunden“
- Fotograf Simon
Puschmann im
Interview

Er filmt und fotografiert rund um die Welt: Simon Puschmann spricht mit uns über aktuelle Trends, persönliche Erfahrungen und Tipps für Einsteiger.

Bildcredits: © Simon Puschmann

„Die Fotografie hat mich gefunden“
- Fotograf Simon Puschmann im Interview

Er filmt und fotografiert rund um die Welt: Simon Puschmann spricht mit uns über aktuelle Trends, persönliche Erfahrungen und Tipps für Einsteiger.

Bildcredits: © Simon Puschmann

Egal, ob bewegt oder als Einzelaufnahme: Simon Puschmann liebt die Kreation von dramatischen und unerwarteten Bildern ebenso wie seine Arbeit, die ihn rund um die Welt führt und für die er bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist. Schubladendenken hingegen hasst der Hamburger Werbefotograf und Regisseur. Wir haben mit ihm über aktuelles Equipment, Trends und seine Erfahrungen gesprochen – und ihn um einige Tipps für Einsteiger gebeten.

Mehr als eine gute Kamera und ein gutes Objektiv braucht man nicht

Was braucht man als minimales Equipment?

Gute Frage. Ich selbst bin vor dem digitalen Trend fotografisch groß geworden. Damals wollte ich dringend eine Nikon FM 2 haben und ein 2.0/ 50er. Heute haben selbst Einsteiger schon High-Tech-Kameras und mega Zoom-Linsen. Das ist kein Trend, den ich gut finde. Das führt nur dazu, dass man, statt genau hinzugucken, statt den Winkel und Ausschnitt in Ruhe festzulegen um dann ein, zwei Bilder zu machen, einfach gleich alles fotografiert und hinterher auswählt. So arbeite ich nicht.

Ich bin ein großer Fan der Sony Alpha Serie. Ich selbst habe zwar mittlerweile eine Sony A7 Mark IV und ein 24-70 Objektiv, aber ich habe bestimmt 20 Jahre erfolgreich und glücklich ohne Zoom gelebt. Henri Cartier Bresson hat mal gesagt: Der beste Zoom sind die Füße. Mehr als eine gute Kamera und ein gutes 24-70 braucht man im Grunde nicht.

Ich fotografiere allerdings lieber mit Mittelformat und für mich ist Kleinbild nur eine Notlösung. Mein erster Boss hat immer gesagt: lieber Kleinbild als kein Bild. Ich bevorzuge Phase One Mittelformat, wohl wissend, dass das nichts für einen Einsteiger ist. Eine richtige Empfehlung kann ich in diesem Fall also nicht abgeben.

Aber vielleicht kannst du zumindest einen Kameratypen für Einsteiger empfehlen?

Eine Mirrorless-Kamera mit Wechsel-Objektiven. Eine Point & Shoot-Kamera, wo man dann später das Objektiv nicht wechseln kann, ist langfristig keine gute Anschaffung, wenn man ernsthaft fotografieren will. Allerdings: Der Vorteil von Point & Shoot-Kameras ist, dass sie klein und handlich sind und dass man sie eigentlich immer dabeihaben kann.

Kannst du für die Laien unter uns noch erklären, welche Kameratypen es überhaupt gibt und welche für welchen Zweck geeignet sind?

Da möchte ich euch gerne auf einen Eintrag bei Wikibooks verweisen: Einführung in die Fotografie. Das ist in meinen Augen wirklich der perfekte Guide.

Die Kamera ist das Kanu des Fotografen

Wenn ich mich also für eine Kamera entscheide: Was ist generell wichtig für ein gutes Modell?

Für mich ist es wichtig, dass sie mir optisch gefällt, dass sie gut in der Hand liegt, dass ich Spaß habe, sie anzufassen und sie mitzunehmen. Eine Kamera kann noch so scharf und geil sein, wenn sie hässlich ist, hat sie es bei mir sehr, sehr schwer. Natürlich muss sie scharfe Linsen haben und gute Daten produzieren, aber das ist ja mittlerweile fast Standard. Sie darf auch gerne schwer sein, denn dann liegt sie besser in der Hand und man verwackelt weniger. Leichte Plastik-Teile sind nichts für mich.

Sind denn neue Kamera-Modelle den Älteren immer vorzuziehen?

Auch das kann man so pauschal nicht sagen, finde ich. Im Prinzip wahrscheinlich ja, aber das hängt stark davon ab, was ich fotografieren möchte. Ist Auto-Fokus wichtig, dann sollte es besser ein neues Modell sein, denn der AF wird von Jahr zu Jahr besser. Soll sie robust und unkaputtbar sein, dann tut es wahrscheinlich auch ein älteres Modell. Habe ich kein Geld, dann sowieso gebraucht. Will ich analog fotografieren, dann gerne ein Gerät aus den 80ern oder 90ern.

Wrap deine Kamera

Du hast eben gesagt, dass du deine Kamera gerne anfassen und überallhin mitnehmen möchtest: Wie transportiere ich eine Kamera denn möglichst unfallfrei?

Zu einer guten Kamera gehört eine gute Fototasche. Alternativ gibt es von allen möglichen Herstellern Camera Wraps. Wenn man also keine reine Fototasche hat, dann das Gerät unbedingt wrappen und verstauen, zum Beispiel in einer Domke Schützhülle.

Bei Shoots kann es ja manchmal ganz schön zur Sache gehen: Wie schützt du deine Kamera da?

Man sollte die Kamera immer irgendwo anbinden und so sichern – oder per Neckstrap um den Hals tragen. Oder noch besser: beides. Totalverlust, zum Beispiel wenn die Kamera aus einem Hubschrauber fällt, ist dreifach doof: Erstens kann ich unten Menschen extrem gefährden, zweitens sind meine Bilder weg, drittens ist meine Kamera weg. In der Reihenfolge.

Gibt es etwas, das ich beim Lagern meiner Kamera vermeiden bzw. beachten sollte?

Allerdings: Nicht feucht, nicht warm, nicht zu kalt lagern. Und immer Batterien rausnehmen.

Wie funktioniert bei dir die regelmäßige Kamera-Instandhaltung oder -Pflege?

Ich inspiziere meine Kameras regelmäßig und wenn irgendetwas nicht zu stimmen scheint, bringe ich sie zum Händler oder schicke sie zum Hersteller. Außerdem halte ich meine Kameras natürlich sauber und lasse sie in unregelmäßigen Abständen professionell reinigen. Ich transportiere meine Kameras nur in extra angefertigten Flight Cases. Transportschutz trägt erheblich zur Lebensdauer bei.

Wie lange hält nach deiner Erfahrung eine Standardkamera bei optimaler Behandlung?

4–5 Jahre. Ich denke, sie würde sogar noch länger halten, aber nach 5 Jahren haben die Kameras eine noch bessere Auflösung, bessere Software und so weiter. Daher wird man nach ein paar Jahren upgraden wollen, obwohl die Kamera noch nicht wirklich alt oder kaputt ist.

Bildcredits: © Simon Puschmann

Wrap deine Kamera

Du hast eben gesagt, dass du deine Kamera gerne anfassen und überallhin mitnehmen möchtest: Wie transportiere ich eine Kamera denn möglichst unfallfrei?

Zu einer guten Kamera gehört eine gute Fototasche. Alternativ gibt es von allen möglichen Herstellern Camera Wraps. Wenn man also keine reine Fototasche hat, dann das Gerät unbedingt wrappen und verstauen, zum Beispiel in einer Domke Schützhülle.

Bei Shoots kann es ja manchmal ganz schön zur Sache gehen: Wie schützt du deine Kamera da?

Man sollte die Kamera immer irgendwo anbinden und so sichern – oder per Neckstrap um den Hals tragen. Oder noch besser: beides. Totalverlust, zum Beispiel wenn die Kamera aus einem Hubschrauber fällt, ist dreifach doof: Erstens kann ich unten Menschen extrem gefährden, zweitens sind meine Bilder weg, drittens ist meine Kamera weg. In der Reihenfolge.

Gibt es etwas, das ich beim Lagern meiner Kamera vermeiden bzw. beachten sollte?

Allerdings: Nicht feucht, nicht warm, nicht zu kalt lagern. Und immer Batterien rausnehmen.

Wie funktioniert bei dir die regelmäßige Kamera-Instandhaltung oder -Pflege?

Ich inspiziere meine Kameras regelmäßig und wenn irgendetwas nicht zu stimmen scheint, bringe ich sie zum Händler oder schicke sie zum Hersteller. Außerdem halte ich meine Kameras natürlich sauber und lasse sie in unregelmäßigen Abständen professionell reinigen. Ich transportiere meine Kameras nur in extra angefertigten Flight Cases. Transportschutz trägt erheblich zur Lebensdauer bei.

Wie lange hält nach deiner Erfahrung eine Standardkamera bei optimaler Behandlung?

4–5 Jahre. Ich denke, sie würde sogar noch länger halten, aber nach 5 Jahren haben die Kameras eine noch bessere Auflösung, bessere Software und so weiter. Daher wird man nach ein paar Jahren upgraden wollen, obwohl die Kamera noch nicht wirklich alt oder kaputt ist.

Bildcredits: © Simon Puschmann

Bis zu 80.000 Euro für ein Set

Nun ist fotografieren als Hobby, je nach Ausstattung, schon recht teuer. Kannst du mal einschätzen, womit Profis so kalkulieren?

Es gibt verschiedene Level von Profi-Ausrüstungen. Ich denke, der Großteil aller Profi-Fotografen wird mit Kleinbild fotografieren (Full Frame Canon, Nikon, Sony). Da wird man sicher 10.000 Euro ausgeben können oder müssen für ein Profi-Set.

Dann gibt es das „kleine Mittelformat” – das ist kein offizieller Ausdruck, aber mir fällt nichts besseres ein. Fuji GX100 zum Beispiel, die geht bei 10.000 Euro los, ohne Objektiv und ohne Zubehör. Hier kann man auch schnell 20.000 Euro ausgeben, wenn man verschiedene Objektive haben möchte.

Dann gibt es das große Mittelformat, Hasselblad und Phase One. Hier kostet allein das digitale Rückteil schon zwischen 20.000 und 40.000 Euro, ohne Kamera und ohne Objektiv. Ein ganzes Set mit 5 Objektiven und einem Body kann dann schon 80.000 Euro kosten.

Ich habe außerdem gerne die wichtigsten Teile doppelt, denn wenn mal eine Kamera ausfällt, bin ich dann nicht aufgeschmissen, sondern kann weiterarbeiten.

Neben dem Wert an sich ist es für mich wichtig, dass, wenn etwas passieren sollte – zum Beispiel ein Fallschaden oder Diebstahl – ich sofort wieder einsatzfähig bin. Also, dass ich eine Versicherung habe, die nicht ewig braucht, um zu regulieren, sondern die Sache schnell klärt, sodass ich mir am gleichen oder nächsten Tag eine neue Kamera kaufen und weiterarbeiten kann. Außerdem verschafft mir der Gedanke, gut versichert zu sein, etwas Ruhe – ein Aspekt weniger auf einem Shoot, wo gerne viel los ist.

Du hast schon mehrfach das Objektiv erwähnt: Was sollte man bei der Wahl eines Objektivs beachten – und bei der Wahl einer Speicherkarte?

Leider gilt hier der Grundsatz: Je teurer, desto besser. Beides sind so wichtige Elemente, dass man hier nicht sparen sollte. Spare ich am Objektiv, werden meine Bilder nicht gut. Sie werden weich und schwammig, undefiniert oder haben schlechte Farben. Spare ich an der Speicherkarte, dann kann ich eventuell keine Serien fotografieren, da die Karte nicht schnell genug speichert. Das ist besonders wichtig, wenn man auch filmen kann oder will. Geht die Karte mangels Qualität kaputt, dann sind alle Bilder weg. Das ist dann extrem ärgerlich.

Außerdem würde ich immer zwei oder mehr kleinere Karten kaufen, keine Speicher-Monster. 128 GB reichen völlig, und dann halt lieber zwei oder drei davon. Dann kann man weiter fotografieren, während man die Daten der ersten Karte herunterlädt und sichert. Außer, man ist auf einem langen Ausflug oder einer Wanderung. Dann sollte man besser noch mehr Karten mitnehmen. Wer einmal eine volle 512-GB-Karte verloren hat – also entweder „richtig“ verloren oder durch Datenverlust –, der weiß, warum ich lieber vier 128er-Karten benutze.

Um Manual kommt keiner herum

Kommen wir mal zum Thema Fotografie an sich: Welche Grundeinstellungen muss ich an einer Kamera auf jeden Fall kennen?

Im Prinzip eigentlich alle, aber bei vielen Kameras ist das heutzutage fast unmöglich. Meine Sony hat fast 30 Menü-Seiten – allein in der Kamera. Im Zweifel gucke ich ein YouTube-Tutorial. Aber ganz klar: Die wichtigste Einstellung ist M für Manual. Ich fotografiere fast alles Manual, meistens auch den Fokus.

Manchmal nutze ich den Autofokus, aber das ist eher selten. Programm-Automatiken und so weiter nutze ich nicht. Landscape- und der Portrait-Modus sind mir ein Rätsel. Ich möchte doch immer selbst entscheiden, was wie aussieht und was ich wie einstelle. Ganz selten nur benutze ich Automatik.

Wir merken immer wieder: Fotografie ist voller Fachbegriffe. Wie gewinnt man als Anfänger den Überblick – welche Websites sollte man unbedingt kennen, welche Bücher oder Tools?

Ich persönlich lese Photonews und Profifoto. Außerdem folge ich verschiedensten Fotografen auf Insta, und zwar nicht nur Fotografen, die in meinem Bereich unterwegs sind, sondern durchaus weit gestreut. Ich mache das, um zu sehen, was es noch so gibt und was andere machen. Ich gucke mir deren Reels an, deren Interviews, deren YouTube-Kanäle … Ich versuche alles aufzusaugen. Up to date zu sein gehört für mich dazu. Wenn ich etwas Neues gekauft habe oder kaufen will, dann gucke ich Tutorials auf YouTube und mache mir so ein Bild.

Was möchtest du Neueinsteigern unbedingt ans Herz legen?

Nicht einfach knipsen, was das Zeug hält und es später in Photoshop hinbiegen. Stattdessen vorher nachdenken, planen, gucken – und dann fotografieren. Je mehr man „in camera” machen kann, desto besser. Je weniger Photoshop, desto besser.

Der beste Tipp: Bleib neugierig!

Hast du ein bis zwei ganz konkrete Tipps zum Einstieg in die Fotografie?

Machen, machen, machen – und zeigen. Ausprobieren, neugierig sein und die Bilder vielen Menschen zeigen, aber nicht nur dem besten Freund oder den Eltern. Die sagen zu schnell „Oh, wie toll“, auch, wenn es gar nicht sooo toll ist. Man sollte sich unbedingt verschiedene Meinungen einholen.

Was glaubst du: Kann man Fotografie erlernen oder handelt es sich dabei hauptsächlich um Talent?

Ich kann keine Prozentangabe machen, wie viel Talent und wie viel lernbar ist. Aber ganz ohne Talent geht es nicht. Man braucht ein gutes Auge, und „sehen lernen“ kann man leider nur bedingt. Wenn ich generell ein gutes Auge und tolle Ideen habe, dann werden diese mit der Zeit immer besser und man lernt dazu – aber habe ich keinen Blick für das Bild, dann kann ich das auch nicht lernen. Dann kann ich die Technik erlernen und mein Gerät beherrschen. Das wird aber leider nicht reichen, um seinen Lebensunterhalt damit zu erzielen, denke ich. Andererseits gibt es Fotografen, die ein super Auge haben und auf Technik scheißen. Das kann funktionieren, ist aber nicht meine Welt.

Ich vergleiche Fotografie gerne mit Kochen. Beides hochkreativ und hochtechnisch. Und es muss Spaß machen, sonst kocht bzw. fotografiert man nicht. Und wenn mir das Kochen unheimlich Spaß macht, aber mein Essen schmeckt niemandem, dann kann ich gerne weiter für mich selbst kochen, aber eine Karriere als Koch sollte ich vielleicht nicht anstreben. So ist das mit der Fotografie auch.

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Wie bist du denn zur Fotografie gekommen?

1985 bin ich für ein Jahr Schüleraustausch nach Neuseeland geflogen. Vorher habe ich einen Kurs in der Foto-AG meines Gymnasiums belegt, da ich sicherstellen wollte, dass ich meine Bilder in Neuseeland nicht technisch vergeige. Dabei stellte sich dann für mich sehr überraschend heraus, dass mir das Fotografieren a) viel Spaß machte, b) immer sehr gut gelang, c) nie Schwierigkeiten machte (im Gegenteil) und d) anderen Menschen meine Bilder immer unheimlich gut gefielen.

Davon ermutigt, habe ich in Neuseeland im College Photography als Fach belegt. Und auch hier war ich immer als erster mit allen fotografischen Aufgaben fertig, mein Lehrer war immer total begeistert und das, obwohl es für mich keine Arbeit war, sondern Spaß pur. Im Prinzip hat sich das bis heute nicht geändert. Ich „knipse” etwas, das fällt mir nach wie vor unheimlich leicht und kommt mir nicht wie Arbeit vor, und alle Menschen um mich herum finden das dann toll. Seltsam, aber wahr – die Fotografie hat mich gefunden.

Wer ist bezüglich Fotografie dein größtes Vorbild?

August Sander, Henri Cartier Bresson (gestorben). Nick Knight, Nadal Kander (am Leben).

Wir würden gerne noch mehr Tipps von dir hören: Was muss man beachten, wenn man Personen fotografieren möchte?

Leider die DSGVO. Falls die Frage aber auf das Portrait an sich abzielt, dann muss man in der Lage sein, sich in die Person hineinzuversetzen, sie zu verstehen oder sie zu provozieren – je nachdem, was für ein Foto man machen möchte. Man muss neugierig sein, Menschen mögen es, reden zu können. Aber man muss sich auch durchsetzen können, denn nicht immer wollen die „Modelle” so, wie man selbst will. Dann muss man sie an die Hand nehmen können und führen.

Am Anfang vielleicht nicht mit Weitwinkel arbeiten, sondern mit 50 mm und länger, bezogen auf KB Full Frame. Später dann, wenn man mehr Sicherheit und ein Gespür entwickelt hat, kann man sich auch mal an kürzere Brennweiten wagen. Im Prinzip gibt es kaum etwas Besseres zum Üben, als Personen zu fotografieren, denn an Personen kommt man immer ran. Es wird sich immer jemand finden, der gerne ein „schönes” Bild von sich hätte.

Und was gibt es bei Naturfotografie zu beachten?

Keine Ahnung. Da bin ich eventuell der Falsche für. Grundsätzlich gilt: Bilder sollen immer interessant sein, ganz egal was man fotografiert. Natur, Tiere, Menschen, Autos. Wenn das Bild langweilt, dann hat man etwas falsch gemacht. Man sollte immer versuchen, seine eigene Idee, seinen eigenen Blickwinkel einzubringen. Dinge anders zu sehen, anders darzustellen als das, was es schon gibt. Etwas bereits Existierendes einfach zu kopieren, wird einen langfristig nicht weiterbringen. Das gilt für alle Bereiche der Fotografie, auch für die Naturfotografie.

Frage zum Schluss: Welche Art der digitalen Nachbearbeitung empfiehlst du abschließend?

Photoshop. Lightroom ist wohl auch gut, aber das habe ich selbst tatsächlich noch nie benutzt. Ich nutze ausschließlich Capture One und Photoshop. Das war es. Ich bin auch kein Freund von Composings und Basteleien, zumindest nicht in meinen freien Arbeiten. Im Job sieht das natürlich anders aus, da muss ich manchmal basteln, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Aber in meinen eigenen Bildern, da passiert nicht viel in der Post (Bildbearbeitung). Kontraste und Farben steuere ich natürlich fast immer, aber das war es im Grunde schon.

Schutz, jederzeit, wann und wo du ihn brauchst

Du bist Hobbyfotograf, nutzt deine Kamera aber längst nicht täglich? Warum solltest du dann jeden Tag für deinen Versicherungsschutz bezahlen? Gute Frage. Unsere Kameraversicherung kannst du online abschließen und einfach verwalten. Wenn du deine Kamera brauchst, kannst du die Versicherung per Klick aktivieren . Und nach getaner Arbeit schaltest du sie genauso einfach wieder ab. Für die Dauer des gesamten Jahresurlaubs oder für das Wochenende des Familienfests – wie lange der Versicherungsschutz aktiv ist, entscheidest du. Du kannst den Tarif als Flatrate für einen ganzen Monat oder länger, aber auch nur für einen Tag aktivieren. Und zwar sowohl für neues als auch für gebrauchtes und geliehenes Foto-Equipment. Und sollte wirklich mal etwas passieren, musst du garantiert nichts dazu bezahlen. Denn eine Selbstbeteiligung gibt es nicht.

Über die Autorin

Alisa Rau

Seit 2019 als Marketing Managerin im Social Media-Team der CosmosDirekt, war zwei Jahre lang neben ihrem Master-Studium in Betriebswirtschaftslehre als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung tätig.

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