Bildcredits: © Susanne Fischer

Ausgabe 12/​2020

Echte Autoliebe kennt kein Alter

Wir wollten von euch wissen, wie echte Autoliebe im Jahr 2020 aussieht. Und ihr habt uns berichtet, was eure Herzen beim Thema Auto hier und heute höherschlagen lässt.

Für die einen ist es ein praktisches Gefährt, für die anderen ein Familienmitglied: das Auto. Es war und ist des Deutschen liebstes Spielzeug. Immer wieder wurde das Ende der automobilen Love Story herbeigeredet, doch Fakt ist: Nach wie vor schrauben und basteln wir, polieren und pflegen, tunen und dekorieren an und in unserem heiß und innig geliebten Auto. Wie kein anderes Transportmittel steht es für Freiheit und Unabhängigkeit, für die Spontaneität und die Lust am Abenteuer.

Echte Autoliebe sitzt tief in uns drin

In den letzten Jahrzehnten Jahren mag sich die Beziehung zu unserem Auto verändert haben. Doch die Empfindungen sitzen tief. Sehr tief. Das Verhältnis Mensch – Auto, es kann ziemlich intensiv werden. Forscher fanden heraus, dass echte Autoliebe auf das Gehirn wirkt. Genauer gesagt, auf den „Nucleus accumbens“, eine Struktur im Vorderhirn, die man auch gern als „Belohnungszentrum“ bezeichnet wird. Dasselbe Zentrum, das auch auf Schokolade oder Musikhören anspringt.

Oder wie TV-Moderator Alexander Bloch bei uns im Podcast das Ganz auf den Punkt bringt: „Autos sind einfach geil.“ Wie geil sie tatsächlich sind, wollten wir von euch wissen. Und haben euch gebeten, eure Storys und Bilder rund um eure Autoliebe mit uns zu teilen. Wir haben hunderte Fotos und berührende Geschichten von euch erhalten – dafür sagen wir euch ein fettes Dankeschön! Es ist einfach klasse, dass ihr uns an eurer Autoliebe teilhaben lasst.

Echte Autoliebe vereint die Generationen

Eine wunderbare Story bekamen wir von Jacke, die schon als kleines Mädchen für rasante Autos schwärmte. Kein Wunder: Ihr Opa war Testfahrer bei BMW (der Hammer!) und hat die kleine Jacke ganz oft in nigelnagelneuen, superschnellen BMWs mitgenommen. „Die Begeisterung habe ich bis heute und verbringe fast meine gesamte Freizeit mit meinem Baby“, erzählt Jacke. Das „Baby“: ein getunter BMW M5 mit den typischen rotblauen Farbstreifen. Was auch sonst.

Bildcredits: © Jacke Herreiner

Autoliebe wird eben in der Familie weitergegeben. Auch bei Elke, die uns von drei Generationen berichtete, die in den VW Käfer bzw. Beetle verliebt waren. Oder bei Max, seit Kindertagen umgeben von Autos, „als Sohn eines Kfz-Meisters und Fahrlehrers sicherlich nicht verwunderlich“. Oder bei Susanne, die uns ein Foto mit ihrer 92-jährigen Oma schickte. Darauf zu sehen: Oma im Blaumann – „mit ihrem alten Mercedes Benz 500 K Replika Marlene in ihrer Werkstatt.“ Zwar fährt jetzt der Vater die Marlene, die Autoliebe teilen aber alle Familienmitglieder.

Die Liebe zu Oldtimern lässt eure Herzen höherschlagen

Ein großes Thema ist die Liebe zu Oldtimern. Thomas erzählte uns beispielsweise, dass er sich schon als Zwanzigjähriger einen Mercedes Ponton kaufen wollte. Der Klassiker, der zwischen 1954 und 1963 gebaut wurde, war ihm allerdings immer zu teuer. Fast dreißig Jahre lang trug der Ponton-Fan seinen Traum mit sich herum – bis er im Jahr 2008 wahr wurde. Beim Stöbern im Internet stieß Thomas auf einen Ponton, „der nur eine Autostunde von mir angeboten wurde.“ Thomas schlug zu und ersteigerte das gute Stück, das – Zufall oder nicht – sogar in Thomas‘ Geburtsjahr gebaut wurde.

Auch Pias Herz schlägt „für altes Blech“, wie die 26-Jährige bekennt. Ihr Vater restaurierte „ein cooles Golf 1 Cabrio“ und schenkte es seiner Tochter zum Führerschein. Kein Neuwagen, sondern „ein Auto mit Geschichte“, so Pia stolz.  Seitdem ist „Elmo“ Pias treuer Begleiter. Zwar besitzt Elmo weder Airbags noch Servolenkung, doch der waschechte Oldtimer – in Fachkreisen auch liebevoll „Erdbeerkörbchen“ genannt – hat es in sich. „Noch nie habe ich auf den Straßen so einen schönen Golf wie Elmo gesehen. Für mich ist er ein absolutes Traumauto und meine echte Autoliebe.“

Zurück in die Zukunft beamte uns Oliver mit seinem DeLorean – „die geilste Karre der Welt“, wie Oliver betont. Schließlich ist der DeLorean nicht nur immer noch ein wunderbares Fahrzeug, sondern auch ein absoluter Sympathieträger. „Neid erweckt er nie,“ erzählt Oliver, „sondern immer nur lächelnde Gesichter und ‚Daumen rauf‘, egal wo man mit diesem Fahrzeug unterwegs ist.“ Ein Botschafter der Lebensfreude also – etwas, was wir heutzutage gar nicht genug haben können.

Bildcredits: © Oliver Bichler

Eine dramatische Liebesgeschichte – mit Happy End

Autoliebe kennt aber auch Höhen und Tiefen. Wie dramatisch die ausfallen können, erfuhren wir von Derek. Sein Mazda M5, den er sich selbst zur Hochzeit geschenkt hatte, war ein Star der Tuning-Szene. Es regnete Auszeichnungen, Fernsehsender und Zeitschriften berichteten über das feuerrote Auto mit den züngelnden Flammen. Doch dann kam Nachwuchs, das Geld wurde knapp. „Es musste ein größeres Auto her und ich fällte die Entscheidung, das Fahrzeug zu verkaufen.“

Über ein Internet-Portal wurde das Auto versteigert. Als der neue Besitzer es mit einem Anhänger abholte, wurde Derek schlagartig bewusst: „Ich habe einen großen Fehler gemacht, und auch meine Tränen konnten das nicht ändern.“ Nach 14 Tagen stillen Leidens rief er den Käufer an, wollte das Auto zurückkaufen. Vergebens. 13 Jahre lang suchte er sein Auto über Internet-Foren, „es war wie vom Erdboden verschwunden“.

Im Februar 2020 folgte die Erlösung. Er bekam auf seine Suchanzeige eine Antwort. „Das Auto war zu meinem großen Erstaunen noch zu 98 Prozent in dem Zustand, wie ich es damals verkauft habe, und das trotz der mittlerweile vier weiteren Besitzern.“ Eigentlich stand der Mazda gar nicht zum Verkauf. „Doch der damalige Besitzer hatte ein Einsehen und wir wurden uns recht schnell einig.“ Was für eine Liebesgeschichte – und wir freuen uns mit Derek über das Happy End!

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