Nach dem Brexit:
Das ändert sich für dich

Seit dem 1. Januar gehen Großbritannien und die Europäische Union endgültig getrennte Wege. Welche Auswirkungen der Brexit für dich hat, erklären wir hier.

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Nach dem Brexit:
Das ändert sich für dich

Seit dem 1. Januar gehen Großbritannien und die Europäische Union endgültig getrennte Wege. Welche Auswirkungen der Brexit für dich hat, erklären wir hier.

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Nach dem Brexit: Was ändert sich für mich?

Es war ein langer Weg, der am 31. Dezember 2020 mit dem Glockenschlag von Big Ben seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte: Großbritannien verlässt endgültig die Europäische Union. Offiziell ausgetreten aus der politischen Staatengemeinschaft war das Land bereits am 31. Januar 2020. Zum Jahreswechsel verließ Großbritannien nach einer Übergangsfrist von elf Monaten nun auch den europäischen Binnenmarkt und die Zollunion.

Ein harter „No-Deal-Brexit“ konnte zwar in letzter Minute verhindert werden. Denn die Unterhändler von EU und Großbritannien einigten sich an Heiligabend doch noch auf ein 1.250 Seiten starkes Handelsabkommen. Aber: Klar wird, dass EU und Großbritannien trotz aller Vereinbarungen in Zukunft getrennte Wege gehen. Der Brexit macht aus dem EU-Land Großbritannien einen Drittstaat, frühere Privilegien für EU-Bürger gelten nicht mehr.

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Reisen nach Großbritannien: Urlaube und Geschäftsreisen bleiben visumfrei

Bis zum 30. September reicht bei der Einreise noch der Personalausweis bzw. der Reisepass. Ab 01. Oktober musst du für die gesamte Zeit des Aufenthalts ausschließlich einen gültigen Reisepass vorweisen.

  • Für kürzere Aufenthalte – zum Beispiel Sprachreisen, Urlaube, Geschäftsreisen, Meetings, Konzert- oder Museumstrips – wirst du auch in Zukunft voraussichtlich kein Visum benötigen. Diese Regelung ist aber auf 180 Tage pro Jahr beschränkt.
  • Bei Aufenthalten, die länger als sechs Monate dauern, benötigst du ein Visum. Sprachschüler können beispielsweise für maximal elf Monate ein Kurzzeit-Studien-Visum beantragen. Wen es an eine britische Uni oder Hochschule zieht, der benötigt ein entsprechendes Studenten-Visum.
  • Wenn du bei einem britischen Arbeitgeber anheuern willst, musst du als sogenannter „Skilled Worker“ gelten und kannst durch verschiedene Qualifikationen Punkte sammeln. Die Visumsvergabe hängt aber davon ab, ob du die jeweiligen Kriterien erfüllst.

Laut Umfrage planen nur 8 Prozent der Befragten ein größeres Budget als zuvor ein. Ein Viertel (25 Prozent) begründet es mit der Vermutung, dass die Händler Überschussware loswerden wollen und deswegen besonders hohe Rabatte anbieten. 21 Prozent haben in den vergangenen Monaten Geld gespart und wollen sich davon jetzt etwas gönnen. Für 20 Prozent der Befragten ist die noch bis Ende des Jahres geltende Mehrwertsteuersenkung ein Anreiz zum Shoppen.

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Mit dem Auto nach UK: Grüne Versicherungskarte notwendig

Du willst mit dem Auto nach Großbritannien fahren? Dann musst du ab sofort die Grüne Versicherungskarte mit dir führen. Mit ihr weist du nach, dass du für dein Auto eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hast. Die Grüne Karte erhältst du kostenlos bei deinem Kfz-Versicherer. Anders beim Führerschein: Hier reicht auch in Zukunft dein EU-Führerschein als Nachweis deiner Fahrerlaubnis aus. Einen internationalen Führerschein musst du nicht beantragen.

Tipp: Du bist bei CosmosDirekt kfz-versichert? Dann kannst du über unser Formular die Grüne Karte schnell und unkompliziert anfordern.

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Studieren in UK: Hohe Studiengebühren drohen

Wenn du in Großbritannien längere Zeit studieren möchtest, bist du vom Brexit besonders betroffen. Nicht nur, dass du nun zum Studium ein Visum benötigst. Du musst auch mit hohen Studiengebühren rechnen. Ab Sommer ist eine Verdopplung der Kosten für Nicht-Briten geplant, in begehrten Fächern können die Gebühren noch weiter steigen. Dazu kommt verpflichtend der Abschluss einer britischen Krankenversicherung hinzu.

Wer über ERASMUS ein Semester an einer britischen Hochschule studierte, kam bislang um die hohen Gebühren herum. Doch mit dem günstigen Auslandssemester in Großbritannien ist nun Schluss. Denn zum 1. Januar ist das Land auch aus dem ERASMUS-Programm ausgestiegen. Bis ungefähr zum Mai 2022 besteht allerdings noch eine Übergangszeit. Solange reicht noch das Geld, das etliche britische Unis aus dem ERASMUS-Programm bereits erhalten haben.

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Bei allen Reisen nach UK ist eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll

Bei allen Reisen nach UKist eine Auslandsreise-krankenversicherung sinnvoll

Im Moment wird in Großbritannien bei medizinischen Notfällen noch die Europäische Krankenversicherungskarte anerkannt. Diese findest du auf der Rückseite deiner Krankenkassenkarte. Bei Notfällen oder bei Unfällen kannst du dich also weiterhin vor Ort behandeln lassen. Etwa, wenn du beim Tennis in Wimbledon mit dem Fuß umknickst oder dir den Ausflug nach Stonehenge durch eine Lebensmittelvergiftung verdirbst.

Es gibt aber Einschränkungen: Du musst die Behandlungskosten vorstrecken. Ein Arzt- oder Klinikbesuch kann in Großbritannien allerdings sehr teuer werden. Schon ein einziger Tag im Krankenhaus schlägt mit mehreren tausend Euro zu Buche. Es kann auch vorkommen, dass deine Krankenkasse nicht alle Kosten übernimmt. Dann müsstest du die Kosten für die Behandlung aus eigener Tasche bezahlen. Und ein Rücktransport nach Deutschland wird grundsätzlich nicht bezahlt.

Wie lange die Anerkennung der Europäischen Krankenversicherungskarte noch gilt, ist ungewiss. Dazu kommen die potenziell hohen Ausgaben für dich im Krankheitsfall. Wenn du gesetzlich krankenversichert bist, solltest du daher zusätzlich eine private Auslandsreisekrankenversicherung abschließen. Die Versicherung übernimmt Kosten für eine medizinische Versorgung und den Rücktransport nach Deutschland.

Über die Autorin

Sabrina Hamm

Seit 2006 bei CosmosDirekt. Hat nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau ein berufsintegriertes BWL-Studium absolviert und ist nun als Online Marketing Managerin für Suchmaschinenmarketing zuständig.

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