Tipps zur Studienfinanzierung:
Kredite und Stipendien

Du hast kein Anrecht auf BAföG und der Nebenjob reicht nicht aus? Es gibt andere Finanzierungsquellen. Erfahre mehr über Studienkredite und Stipendien.

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Tipps zur Studien-
finanzierung:
Kredite und Stipendien

Du hast kein Anrecht auf BAföG und der Nebenjob reicht nicht aus? Es gibt andere Finanzierungsquellen. Erfahre mehr über Studienkredite und Stipendien.

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Lote deine finanziellen Möglichkeiten aus

Es ist nicht immer möglich, neben dem Studium zu arbeiten. Vielleicht reicht das Geld, das du mit dem Nebenjob verdienst, auch nicht aus und du hast zudem keinen Anspruch auf BAföG. Doch das muss kein Grund sein, das Studium zu schmeißen oder gar nicht erst zu beginnen. Denn es gibt alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Wir haben Fakten und Tipps rund um Kredite und Stipendien für Studenten zusammengestellt.

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Kredite für Studenten: Vergleichen zahlt sich aus

Es gibt verschiedene Angebote, die sich speziell an Studenten richten. Dabei lohnt sich ein Vergleich, denn die Konditionen variieren:

Studienkredit

Das BAföG ist ein zinsloses Darlehen für Studenten. Das heißt, dass bei der Rückzahlung keine Zinsen anfallen. Zudem wird die Hälfte des Darlehens erlassen. Bei einem Studienkredit ist das anders. Du musst die gesamte geliehene Summe zurückzahlen. Zinsen kommen obendrauf. Damit sind Studienkredite vergleichsweise teuer. Ihr Vorteil: Sie werden unabhängig vom Einkommen vergeben und die Altersgrenzen sind in der Regel etwas großzügiger.

Der bekannteste und am meisten in Anspruch genommene Studienkredit ist der, den der Bund über die Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zur Verfügung stellt. Er lässt sich mit BAföG kombinieren und wird bis zu 14 Semester lang gewährt. Die monatlichen Zahlungen liegen zwischen 100 und 650 Euro. Damit liegt der Gesamtbetrag des Studienkredits der KfW bei maximal 54.600 Euro. Der Zinssatz ist variabel und wird immer für sechs Monate festgelegt. Der effektive Jahreszins liegt aktuell bei 4,36 Prozent (Stand: September 2020) – also vergleichsweise hoch. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Zins jedoch bis zum 31. März 2021 erlassen. Die Antragsstellung läuft direkt über die KfW. Der beliebteste Studienkredit muss aber nicht unbedingt der beste für dich sein. Andere Anbieter bieten mitunter günstigere Zinskonditionen. Allerdings gelten dann bei der Rückzahlung oft strengere Fristen. Ein Vergleich lohnt sich durchaus. Beachte dabei wirklich alle Konditionen.

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Bildungskredit

Ein Bildungskredit soll vor allem zum Ende des Studiums unterstützen. So können sich Studenten beispielsweise ganz auf ihre Abschlussprüfung konzentrieren. Der Bildungskredit der Bundesregierung lässt sich ebenfalls mit BAföG kombinieren, ist unabhängig vom Einkommen und Vermögen der Studenten und wird maximal über zwei Jahre gezahlt. Monatlich werden 100, 200 oder 300 Euro gewährt. Der Maximalbetrag liegt damit bei 7.200 Euro, ist also deutlich niedriger als der Studienkredit der KfW. Dafür liegt der effektive Jahreszins beim Bildungskredit der Bundesregierung aktuell bei nur 0,71 Prozent (Stand: September 2020). Die Antragstellung läuft über das Bundesverwaltungsamt (BVA), der Vertrag wird aber ebenfalls mit der KfW-Bankengruppe geschlossen.

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Bildungsfonds

Die Fonds werden von Unternehmen, Stiftungen und privaten Investoren finanziert. Sie fördern vor allem Studenten mit sehr guten beruflichen Aussichten. Diese müssen sich im Gegenzug dazu verpflichten, nach dem Studium einen Teil ihres Einkommens an den Bildungsfonds zurückzuzahlen. Das Ziel der Investoren ist natürlich eine gute Rendite. Deshalb unterstützen die Fonds vor allem Studenten aus Fachbereichen, die von der Wirtschaft stark nachgefragt sind.

Schütze, was du liebst.

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Checkliste vor dem Kreditabschluss

Um das passende Angebot zu finden, können dir folgende Fragen helfen:
  • Welche Summe benötige ich monatlich?
  • Welche Voraussetzungen muss ich für einen Kredit erfüllen?
  • Wie sehen die Vertragsdetails aus, z. B. die Bedingungen der Rückzahlung?
  • Welche Fristen gelten für die Beantragung?
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Stipendien: Nicht nur für Überflieger

Ein Stipendium zu ergattern, hört sich erstmal unerreichbar an. Ist es aber nicht. Denn nicht nur die Noten sind ausschlaggebend. Stipendiengeber wie Bund, Länder, Stiftungen oder Vereine fördern je nach eigenem Anliegen. Manchmal zahlt sich beispielsweise besonderes gesellschaftliches Engagement aus. Bevor du einen Studienkredit aufnimmst, solltest du in jedem Fall alle Optionen auf ein Stipendium checken. Denn im Gegensatz zu den Krediten musst du das Geld nicht zurückzahlen. Wir haben eine Auswahl an Stipendien zusammengestellt (Stand: September 2020):
  • Deutschlandstipendium: Stipendiaten erhalten monatlich 300 Euro, die je zur Hälfte von Bund und von privaten Förderern finanziert werden. Ein gleichzeitiger Bezug von BAföG ist möglich. Die Zahlungen werden nicht angerechnet.
  • Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes: Geförderte erhalten eine monatliche Studienkostenpauschale von 300 Euro. In Abhängigkeit von der finanziellen Situation der Familie kann zusätzlich ein Lebenshaltungsstipendium von bis zu 744 Euro monatlich bezogen werden. Eine gleichzeitige BAföG-Förderung ist jedoch ausgeschlossen.
  • Aufstiegsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB): Wer seine Ausbildung mit besonders guten Leistungen abgeschlossen hat und nach mindestens zwei Jahren Berufserfahrung studieren will, kann sich bewerben. Stipendiaten erhalten während eines Vollzeitstudiums monatlich 861 Euro. Hinzu kommen 80 Euro Büchergeld und mitunter eine Betreuungspauschale für Kinder. Geförderte in einem berufsbegleitenden Studiengang erhalten jährlich 2.700 Euro.
Alle in Deutschland verfügbaren Stipendien sammelt der Studienlotse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Tipps für dein Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben gehört bei vielen Stipendien zu den Bewerbungsunterlagen. Darin begründest du, warum ausgerechnet du eine Förderung verdient hast. Folgende Tipps können beim Schreiben helfen:
  • Informiere dich über die Ziele und Werte des Studiengebers und gehe auf diese ein.
  • Verweise auf deine Ziele und auf das, was dich ausmacht, etwa soziales Engagement.
  • Bleibe bei Formulierungen authentisch und zeige Persönlichkeit.
  • Vermeide eine reine Wiederholung deines Lebenslaufs.
  • Halte dich an die Formatvorlagen und vermeide es, unnötig auszuschweifen.
  • Vermeide Rechtschreibfehler, Floskeln und Übertreibungen.
Die Finanzierung deines Studiums steht, jetzt fehlt nur noch eine passende Bleibe in deiner Studienstadt? Pünktlich zum Semesterstart geben wir dir Tipps für die Wohnungssuche.

Über den Autor

Robert Kreilaus

Online Redakteur bei CosmosDirekt seit 2014, davor seit 1996 in verschiedenen Bereichen des Cosmos tätig.

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Über die Autorin

Alisa Rau

Seit 2019 als Marketing Managerin im Social Media-Team der CosmosDirekt, war zwei Jahre lang neben ihrem Master-Studium in Betriebswirtschaftslehre als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung tätig.

Über die Autorin

Alisa Rau

Seit 2019 als Marketing Managerin im Social Media-Team der CosmosDirekt, war zwei Jahre lang neben ihrem Master-Studium in Betriebswirtschaftslehre als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung tätig.